zum Geleit
Den inneren Drang zur Freiheit und zur Entfaltung seiner körperlichen Kraft verspürt der Mensch schon immer. Gewisse spielerisch-sportliche Bewegungsformen dürften schon vor Jahrtausenden bei vielen Menschen zu einer Befreiung von körperlicher Schwere und seelisch-geistigen Kräften geführt haben. Das Streben des Menschen nach Vollkommenheit ist wohl die tiefere Ursache jeder sportlich-turnerischen Ausdrucksform gewesen. Einerseits diente diese körperliche und geistige Betätigung zur Zerstreuung und Erholung, anderseits zur systematischen Ertüchtigung des Körpers. Bei den alten Griechen dürfte die erste Blütezeit der frühesten Leibesübungen zu finden sein. Archäologische Funde haben zahlreiche Zeugen zutage gefördert, die das Laufen, Springen und Werfen schon beim vorchristlichen Menschen darstellen. In Stein und Ton eingeritzte Zeichnungen, wie auch Formen und Statuen bestätigen dies. Die Sportbetätigung spielte im Mittelalter keine wesentliche Rolle mehr, obwohl sich vor allem z.B. leichtathletische Disziplinen bis auf den heutigen Tag erhalten haben. Erst im 19. Jahrhundert nahmen die Leibesübungen wieder einen lebhaften Aufschwung, vorwiegend durch das Turnen. Der deutsche Turnvater, Johann Friederich Jahn, gilt als grösster Förderer der damaligen Zeit. Er erkannte sehr bald, dass die Stärkung der Leistungsfähigkeit, der Selbstdisziplin und des Willens die Grundlage der turnerischen Tätigkeit bildeten. In der Schweiz erwachte der eigentliche Sportgedanke mit den Alphirtenfesten von Unspunnen bei Interlaken in den Jahren 1805 und 1808. Diese Feste wurden auf Veranlassung des Berner Schultheissen N.F. von Mülinen als Symbol eines neu erwachten Nationalgefühls gefeiert. 1832 wurde dann mitten in einer unruhevollen Zeit der Eidg. Turnverein gegründet. Es war dies eine mutige Tat und die in dieser Gemeinschaft, die gross und angesehen werden sollte, vereinigten Turner sind ihrer positiven, freiheitlichen Gesinnung bis auf den heutigen Tag stets treu geblieben.
Vorwort
100 Jahre - sicher ein Markstein in der Geschichte eines Vereins, der es verdient, dass man einen Moment innehält, um Rückschau zu halten auf das Vergangene.
Eine Fülle von Ereignissen zeichnet auch den Werdegang des Turnvereins Dietikon und es fällt dem Betrachter schwer, nur das Wesentliche festzuhalten und zu ordnen. Schon immer war es eine Verpflichtung und Aufgabe des Turnvereins die körperliche Ertüchtigung zu fördern und so mitzuwirken an der Erziehung der Jugend und an der Erhaltung der Gesundheit der Älteren. Dass dabei die Kameradschaft und das Gefühl der Zusammengehörigkeit stets im Vordergrund standen, war eine Voraussetzung für das Gelingen. Diese Ziele haben sicher auch die Gründer vor Augen gehabt, und sie haben versucht, diese Gedanken an gleichgesinnte Kameraden weiterzugeben. Aus diesen Bemühungen wuchs und gedieh, wenn auch mit wechselndem Erfolg, der TVD zu seiner Grösse wie wir ihn heute kennen.
Die Geschichte der Entwicklung ist gezeichnet von stürmischen, aber auch ruihigen Abschnitten. Grosse Schwierigkeiten besonders am Anfang, dann auch in Zwischenzeiten, mussten überwunden werden. Obwohl der Verein nach seiner Gründung praktisch nie Gefahr lief, aufgegeben zu werden, brauchte es immer wieder Persönlichkeiten, die es verstanden, die Klippen zu umschiffen. Als Folge verschiedener Schwierigkeiten, während denen die Vorstands- und Vereinsmitglieder zu noch engerer Zusammenarbeit gezwungen waren, schlossen sich aber auch Freundschaften, die oft ein Leben lang hielten. Die Geschichte zeigte auch immer wieder die Probleme zwischen Jung und Alt. Dies besonders, als im Verein nicht nur das Turnen gepflegt wurde, sondern auch durch den ETV gefördert und empfohlen, der Spielbetrieb und die Leichtathletik immer mehr Anhänger anzogen. Dennoch fand sich stets ein Vermittler, der Gebogenes wieder ins Lot brachte. Es ist nicht möglich, die Namen all derer aufzuzählen, welche sich im Laufe der Jahre für den Verein verdient gemacht haben. Die Tafel der Ehrenmitglieder jedoch zeigt einen Teil der Namen, welche sich durch unermüdlichen Einsatz immer wieder in den Dienst des Vereins gestellt haben. Daneben aber waren noch viele, ohne deren Schaffen und Mithilfe kein Vereinsleben möglich gewesen wäre. Heute, wenn der Turnverein ins zweite Jahrhundert eintritt, gebührt ihnen allen unsere Ehre und Dank.
Es wäre verfehlt, einzelne Abschnitte besonders hervor zu heben, doch darf man festhalten, dass die Epoche der zwanziger und dreissiger Jahre und zum Teil diejenigen der fünfziger Jahre und der Anfang der sechziger Jahre die ganz grossen Zeiten des Vereins waren. In die erste Epoche fällt auch die Anfangsgeschichte des vereinseigenen Sportplatzes. Ein damals grosses Unterfangen, das bis in die heutige Zeit zu Diskussionen Anlass gegeben hat.
Die Aufgabe des Vereins war und bleibt auch die Mitarbeit in kulturellen Belangen in der Gemeinde. Die Mitwirkung in früheren Jahren an der 1. Augustfeier und die in den letzten Jahren immer grösseren Turnabende sind Teile davon. dazu gehört ebenso die Mitarbeit im Vereinskartell und seinen Veranstaltungen. Anderseits tragen Turnfahrten und Wanderungen, zum Teil mit den Untersektionen, dazu bei, Kameradschaften zu pflegen und zu erhalten. Dass mit jedem Ausflug zahlreiche Erlebnisse und Erinnerungen verknüpft sind und so nicht zuletzt zur Vereinstreue beitragen, braucht nicht weiter betont zu werden.
Den Einflüssen der modernen Zeit konnte sich der TVD nicht entziehen. Sie dürften auch mit ein Grund dafür sein, dass die Aktivriege nicht mehr die stärkste Riege des Vereins ist. Es sind heute die Untersektionen, die die grössten Mitgliederbestände an Aktiven zählen und in deren Turnstunden am meisten mitturnen. Vielleicht ist dies eine vorübergehende Erscheinung der Zeit, bis wieder die Einsicht an Verständnis gewinnt, die vor hundert Jahren unsere Pioniere zur Gründung unseres Turnvereins bewegte.
So möge der TVD auch in weiteren Jahren gediehen, getragen von gesundem Geist und kameradschaftlicher Gesinnung.
1876 - 1926
Wer in den alten Aufzeichnungen des Vereins blättert, wird immer von neuem in den Bann gezogen, den längst vergangenen Zeiten auf uns ausüben. So ergeht es auch dem, der unvoreingenommen der Gründung des Turnvereins Dietikon nachgeht.
1876 Ein junger, frisch konfirmierter Mann, Caspar Peyer, ist der Vater der Idee, einen Verein zu gründen.
Den Gedanken setzt der von der Turnerei begeisterte Caspar Peyer am 23. April 1876 nach einem Ausflug mit einigen Kameraden ins Kloster Fahr, im elterlichen Baumgarten am Hafnerweg in die Tat um.
Er versteht es, sie für diese Form der körperlichen Ertüchtigung zu begeistern. Schon am folgenden Sonntag wird mit der ersten Übungsstunde begonnen. Der Turnverein Dietikon beginnt zu leben.
Die neue Art, den Sonntag zu verbringen, stösst bei der damaligen vorwiegend landwirtschaftlichen Bevölkerung nicht überall auf Verständnis. Doch verstehen es die begeisterten Freunde um Caspar Peyer, sich allmählich durchzusetzen. Der endgültige Durchbruch und die eigentliche Gründungsversammlung für einen Turnverein gelingt im Frühjahr 1877. Der junge Sekundarlehrer, Ulrich Kollbrunner, erhält in Dietikon eine Stelle und bald schaut er sich die Übungen der Turner an. Caspar Peyer ist es, der die Möglichkeit sieht, für den Verein eine Führung zu finden. Er besucht Ulrich Kollbrunner und findet dort auch volle Unterstützung, denn der Lehrer ist selbst ein überzeugter Anhänger der Turnerei. Ein Inserat in der Zeitung ermuntert die Männer von Dietikon, in die neue Krone zu kommen. Im überfüllten Saal wird von allen Anwesenden der erste Vorstand gewählt:
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Präsident: Ulrich Kohlbrunner |
Kassier: Kaspar Benz |
Aktuar: Caspar Peyer |
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1878 Beim katholischen Schulhaus darf ein Rech aufgestellt werden. Die benötigte Gerberlohe wird eigenhändig über den Mutschellen von Bremgarten herübergeholt. Ein Barren wird von Wagnermeister Lips erstellt und mit grosser freude beginnen die Turner unter der Leitung des Oberturners mit ihren Übungen. Diese Freude ist von kurzer Dauer: das Hochwasser der Reppisch am 3. Juni 1878 nimmt auch den Schopf, indem der Barren untergebracht ist, samt dem Turngerät mit. Der Barren wird später zerstört im Schlamm bei der Reppischmündung in die Limmat wieder gefunden. Das Unglück hat aber auch sein Gutes. Mit ihrem vorbildlichen Einsatz bei den Bergungs- und Rettungsarbeiten erwerben sich die Turner bei der schwer geprüften Bevölkerung viele Sympathien. Im gleichen Jahr erhält der Verein sein erstes Banner. Malermeister Benz bereitet es in aller Stille vor und übergibt es nach der Anfertigung dem Verein.
1879 Caspar Peyer lockt die Fremde und er verreist, um als Kaufmann seine Kenntnisse zu erweitern.
1881 Ein weiterer Förderer des Vereins, Ulrich Kollbrunner, verlässt Dietikon und in der Folge herrscht vor allem im Vorstand einige Unordnung. Die beiden Hauptstützen des jungen Vereins lassen sich nicht so leicht ersetzen. Nach dem frühen Tode des erst 4 Monaten gewählten Präsidenten K. Grau im April 1883 übernimmt der Seminarist Arnold Zubler die Vereinsleitung. Seine erste Arbeit ist die gründliche Revision der Statuten. Diese werden anschliessend gedruckt und an jedes Mitglied abgegeben.
1884 Die Turner wagen es, erstmals mit einem Schauturnen an die Öffentlichkeit zu treten. Die Turnvereine Baden und Wettingen - Seminar werden auch dazu eingeladen.
Die Veranstaltung wird von den Dietikonern mit grossem Interesse verfolgt und die teilnehmenden Turner ernten viel Applaus.
1888 Baden organisiert für den wieder gegründeten Limmattal-Verband das erste Verbands-turnfest. Der Turnverein Dietikon entschliesst sich ebenfalls zur Teilnahme, der ersten an einem Turnfest. Mit einem 7. Rang wird dieser Einstand im Festbetrieb doch recht erfolgreich abgeschlossen.
1891 Dietikon übernimmt bereits als Organisator das zweite Verbandsturnfest, das einen ausgezeichneten Verlauf nimmt und in der Region beste Werbung für die Turner bringt.
1894 Offenbar hat der Oberturner schin in frühen Zeiten seine Probleme mit der Vorbereitung der Sektion auf ein Fest. So klappt am Verbandsturnfest in Schlieren nicht alles zum Besten. Eduard Säuberle schreibt in seinem damaligen Festbericht: Wir verliessen bald den Wettkampfplatz, um im Restaurant Bahnhof noch einige Erfrischungen zu nehmen und einige Gläser aus lauter Täubi an der Wand zu zerschmettern! Eine Turnfahrt über den Klausen bringt für die wanderfreudigen Turner aber wieder einige frohe Stunden.
1895 Turnerisch ein ruhiges Jahr. Dafür ist die Turnfahrt umso erwähnenswerter: Per Furhwerk, Bahn, Schiff und aus Schustersrappen wird in zwei Tagen die Route Luzern - Stansstad - Engelberg - Jochpass - Meiringen bewältigt. Es ist dabei auch der Gedanke wegleitende, mit diesen ausgedehnten Turnfahrten ein Stück Heimat kennen zu lernen und die Kameradschaft im Verein zu festigen.
1898 Der Limmat- und er Glattverband vereinigen sich zu einer Einheit. Auf Anraten des Oberturners Adolf Schmid meldet sich Dietikon in den Albisverband. Die Gründe zu diesem Entschluss sind nicht bekannt. Am ersten Verbandsfest wird auch der erste Lorbeer ans Banner geheftet. Dann aber beginnt eine kritische Zeit für den Verein, denn Unstimmigkeiten lassen die Zahl der Aktiven auf ganze 5 Turner zurückgehen. Eine ernste Kriese ist abzuwenden und es ist dem Präsidenten Georg Gstrin zu verdanken, dass sie vorerst überwunden wird.
1900 Der Verein verliert mit Georg Gstrein, der Dietikon verlässt, einen Turner, der sich besonders in der vorhergehenden schweren Zeit grosse Verdienste erworben hat. Und schon beginnen die Unruhen von neuem. Einige Turner wollen sogar einen neuen Verein gründen, aber diese Gefahr wird mit vereinten Kräften abgewendet. Ja, im Winter kann sogar ein Turnerabend mit grossem Erfolg durchgeführt werden.
1903 Der Eintritt in den Kantonalverband und zugleich in den Eidgenössischen Turnverein sind erwähnenswerte Ereignisse im Turnverein Dietikon. Das in diesem Jahr in Zürich besuchte eidgenössische Turnfest wird mit dem Gewinn eines Eichenkranzes abgeschlossen. Mit einer kleinen Feier wird auch das 25jährige Bestehen des Vereins gefeiert. Wettkämpfe von National- und Kunstturner mit den befreundeten Turnern aus Urdorf und eine Produktion der Alten Sektion Zürich bilden den turnerischen Teil. Die Festrede, die viel Beachtung fand, hält Ulrich Kollbrunner aus Zürich, denn als Gründungsmitglied kennt er den Verein bestens. Er ist auch behilflich, das genaue Gründungsdatum des Vereins zu bestimmen. Da auf der ersten Fahne das Jahr 1878 aufgeführt ist, wird dieses Jahr irrtümlich als Gründungsjahr angenommen, es ist aber das Jahr der Fahnenweihe. Richtig ist das Gründungsjahr 1876 und so wird diese Jahreszahl für die Zukunft festgehalten.
1906 Der Turnverein ist wieder in den Glatt- und Limmattalverband zurückgekehrt. Der Oberturner hat mit der Sektion Grosses vor: zwei Turnfeste stehen auf dem Programm, nähmlich das Verbandsfest in Baden und das eidgenössische Turnfest in Bern. Nach dem Eichenkranz in Zürich wird in Bern der Gewinn eines eidg. Lorbeers gefeiert.
1907 Mit Franz Wiederkehr, einem Turner aus den eigenen Reihen, wird ein Oberturner gewählt, dessen Arbeit dem Verein in den nächsten Jahren viel Erfolg bringen sollte. Mit Genugtuung nimmt man in Turnerkreisen zur Kenntnis, dass die Gemeinde beschliesst, ein neues Schulhaus mit Turnhalle zu bauen. Zwei Jahre später kann der Oberturner mit seinen Aktiven aus dem alten Schulhauskeller in die neue Turnhalle umziehen und er hofft, dass diese Tatsache dem Verein neue Turner bringen wird.
1913 Die Gründung eines neuen Turnvereins, nämlich des katholischen Turnvereins, wird nun doch Tatsache. Dieses Ereignis bewegt einige Zeit die Gemüter nicht wenig. Doch der zurückgekehrte Georg Gstrein als Präsident und Franz Wiederkehr verstehen es, mit der Sektion auch diese Klippe zu überwinden, das Verbandsfest in Schwamendingen wird sogar mit 32 Mann besucht. Der 5. Rang der Sektion und einige Kränze von Einzelturnern sind der verdiente Erfolg.
1914 Weinge Tage vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges wird in Zürich das kantonale Turnfest besucht. Es bringt mit dem 2. Rang von über 100 Gruppen bei den erstmals durchgeführten Gruppenwettkämüfen einen grossen Erfolg für Dietikon.
Als erste Untersektion wird auf Betreiben einiger Aktivturner, allen voran Franz Wiederkehr, ein Damenturnverein gegründet und an der Generalversammlung bestellen die Anwesenden eine erste Turnkommission.
1915-1918 Durch den Krieg ist auch der Turnbetrieb praktisch lahmgelegt. Der Oberturner besucht aber doch mit den verbleibenden Turnern einige turnerische Anlässe. Die grosse Grippeepidemie nach Kriegsende bedeutet eine weitere Beeinträchtigung des Vereinslebens.
1919 Mit der Organisation des kantonalen Schwingertages wagt sich der Verein zum ersten Mal an eine grössere Aufgabe. Unter dem Vereinspräsident und gleichzeitigem OK-Präsidenten Willy Kaufmann wird der Anlass erfolgreich bewältigt. Aber auch vom Verbandsfest in Bülach sind Erfolge zu melden. Nicht nur der zweite Rang in der zweiten Kategorie ist der Grund zu Freude, sondern auch sechs Einzelkränze bringen die Turner nach Hause. Da an den eidgenössischen Einzelwettkämpfen in Zürich die drei Turner Walter Devettori, Ernst Strohmeier und Robert Wegmann noch den Eidg. Kranz erringen, kann man wahrlich von einem erfolgreichen turnerischen Jahr sprechen.
Verbandsturnfest Bülach 1919
Dietikon am Barren
1920 Eine einmalige Werbeaktion bringt den Verein ein unerwartetes Resultat: fast 100 Passivmitglieder auch auch einge Aktive treten dem Verein bei. Für eine echte Sensation sorgt auch eine Gruppe des TVD. Am Wettmarsch rund um den Zürichsee wird mit einem Durchschnitt von 7 Stunden und 35 Minuten der Gruppensieg errungen. Damit nicht genug, Karl Rieder geht vor Ernst Ettmüller als Sieger durchs Ziel. Ihnen folgt im Feld der über 300 Teilnehmer im 12. Rang mit Robert Widmer ein weiterer Dietiker.
Der Turnverein Dietikon 1921
1922 Nach einem Unterbruch von 10 Jahren, bedingt durch die Kriegswirren, findet wieder ein eidgenössisches Turnfest statt. Oberturner Franz Wiederkehr sieht diesen Anlass als letzten Höhepunkt seiner Tätigkeit. Er steigt mit seinen Turnern in St. Gallen in der 3. Kategorie in den Wettkampf und hätte gerne ein besseres Resultat erreicht. Endlich ist es auch soweit, dass nach verschiedenen Anläufen die Gründung einer Männerriege Tatsache wird.
1923 Nach 17 Jahren erfolgreicher Tätigkeit als Oberturner tritt Franz Wiederkehr zurück. Er hat den Verein in diesen Jahren vorbildlich gedient und er verstand es wie kein anderer, seine Turner immer wieder zu begeistern. Der neue Oberturner Jakob Bachmann hat die Ehre, erstmals an einem Verbandsfest in der ersten Stärkeklasse anzutreten. Er zieht mit der stolzen Zahl von 56 Turnern nach Oerlikon.
Mit Georg Gstrein trauert der Verein um ein Ehrenmitglied, das sich in besonders schweren Zeiten für die Sache der Turner eingesetzt hat.
1925 Genf ist Schauplatz des eidgenössischen Turnfestes. Die weite Reise in den Westzipfel unseres Landes treten 32 Mann mit der Sektion an. Sie bringen nicht nur ungezählte Erinnerungen aus der Rohnestadt nach Hause, auch die erreichten Resultate dürfen sich sehen lassen.
1926 Feier zum 50jährigen Bestehen des TVD
Die Generalversammlung beschloss 1925, das 50jährige Jubiläum festlich zu begehen. Jakob Bachmann als OK-Präsident übernimmt es, die Feier zu organisieren, nachdem Bewerbungen um einen kantonalen Anlass keinen Erfolg bringen.
Mit den Nachbarsektionen Spreitenbach und Bremgarten sowie weiteren geladenen Sektionen aus dem Limmattal erscheinen nach mehrerern Verschiebungen am 1. August 125 Einzelturner auf dem Festplatz, der Wiese neben der Schmiedstube. Viele gutgelaunte Zuschauer verfolgen interessiert die Wettkämpfe bei schönstem Wetter. Den eigentlichen Jubiläumsakt leitet eine Ansprache des OK-Präsidenten Jakob Bachmann ein. Der Höhepunkt aber bleibt der Augenblick, als das Gründungsmitglied und erster Präsident des Vereins, Ulrich Kollbrunner das Rednerpult besteigt. In einer freien Festrede spricht der in Ehren ergraute Pionier des TVD über die Gründungsjahre des Vereins. Noch immer verbinden ihn starke Bande mit Dietikon und un den vergangenen Jahren hat er auch mit vielen interessanten Vorträgen über seine Reisen nach Indien und Afrika das Vereinsleben des Turnvereins bereichert.
Leider geht der Wunsch des Gründers, Caspar Peyer, an der Feier teilzunehmen, nicht mehr in Erfüllung. Drei Monate zuvor verstarb er in München, das seine zweite Heimat geworden war.
Auch eine Vereinschronik, die einen umfassenden Überblick des ersten halben Jahrhunderts des Vereins gibt, wird gedruckt. Karl Rieder und Franz Wiederkehr haben sie verfasst.
Der Verein hat so die ersten 50 Jahre hinter sich gebracht und mit grösster Zuversicht blickt man der Zukunft entgegen. Was sie auch bringen mag, alle sind fest entschlossen, zum weiteren Gedeihen des Vereins das Beste beizutragen.
4 erfolgreiche Kranzturner der 20iger Jahre - Walter Devettori, Emil Ungricht, Robert Wegmann, Oskar Wiederkehr
1927 - 1951
1927 An der Spitze des Vereins steht als Präsident W. Ettmüller und als Oberturner waltet Christian Blaser. Nach dem Jubiläum des vergangenen Jahres scheinen die Aktiven müde zu sein. Der Turnstundenbesuch bleibt flau und so verwundert der letzte Rang in der zweiten Kategorie am kontonalen Fest in Töss niemanden. Nun ist es am Vorstand, hart durchzugreifen. Mit Erfolg, denn der Turnbetrieb kommt wieder in Fluss: "Grand Cirque Schorinski" ist ein überwältigender Erfolg und bindet die Aktiven wieder mehr zusammen. Aber das Jahr ist noch durch weitere Ereignisse gekennzeichnet. Die Jugendriege wird gegründet und erhält mit Lehrer Paul Knüsli einen ausgezeichneten Leiter. Eine weitere Idee beginnt Form anzunehmen, nämlich der Ankauf von Land für einen Turnplatz. Eine aus prominenten Mitgliedern gebildete Kommission nimmt diese Aufgabe energisch an die Hand.
1928 Präsident Walter Ettmüller übergibt sein Amt neu an Ferdinand Ostarello, bleibt aber selbst noch Vizepräsident. Mit Spezialtrainings und gesunder Förderung der Kameradschaft will Oberturner Christian Blaser den Misserfolg des Vorjahres vergessen machen
Die Vorbereitung auf das Eidgenössische Turnfest in Luzern lassen Gutes erhoffen. Mit 143.65 Punkten wird der Turnverein Dietikon in der 3. Kategorie mit 1/10 Punkt Rückstand auf Thun Kaufleute Zweiter! Ein geradezu triumphaler Empfang in Dietikon ist der Lohn für eine gute Arbeit.
Mit den Pontonieren, die mit den Turnern schon immer freundschaftliche Bande pflegten, erleben die Aktiven am 21. August eine unvergessliche Talfahrt nach Rheinfelden über die Limmat - Aare - Rhein.
Der Turnverein am Eidg. Turnfest 1928 in Luzern
Erstmals treten auch die Leichtathleten des Vereins in Erscheinung. Sie beteiligen sich an den kantonalen Spiel- und Stafettentagen recht erfolgreich.
An einer ausserordentlichen Generalversammlung wird der Grundstein gelegt für einen vereinseigenen Turnplatz.
Mit allen gegen 1 Stimme wird dem Ankauf von 2 Landparzellen in der "Hätschen" zum Preis von Fr. 7700.- zugestimmt.
1929 Eine neue Fahne, die zweite des Vereins, kann am 2. Juni eingeweiht werden. Malermeister Julius Zollinger hat sie entworfen. Dazu sei festgehalten, dass Nachforschungen ergeben haben, dass die Doppellilie das ursprüngliche Wappen von Dietikon ist und nicht die bis anhin im Wappen geführte Linde. Die Fahnenweihe wird auf dem Chilbiacker mit der Patensektion Altstetten durchgeführt. Ein weiteres Mal ist Ulrich Kollbrunner als Festredner von Zürich in Dietikon als Gast herzlich willkommen. Auf dem neuen Sportplatz wird eifrig an einer Schinghütte gearbeitet, damit die Schwinger das ganze Jahr üben können.
1930 Der Sportplatz erfordert für den weiteren Ausbau von den Turnern zusätzliche Fornstunden. Vorallem das Planieren und das Ansäen werden vorangetrieben. Doch laufen auch die Vorbereitungen für das kantonale Turnfest auf Hochtouren. Erstmals wird der Pferdlangsprung und eine 50m Stafette ins Programm aufgenommen. Am Fest muss Dietikon bei strömendem Regen als erste Sektion antreten. Ein achtbarer 4. Rang in der 2. Kategorie ist das Resultat. An der Delegiertenversammlung in Buchs wird Dietikon die Durchführung des Verbandturnfestes 1931 zugesprochen. Christian Blaser legte den Delegierten in einer zügigen, berndeutsch vorgetragenen Rede die Gründe der Bewerbung von Dietikon dar. Der zukünftige Festort ist auch mit 27 Turnern an der Versammlung in eindrücklicher Stärke vertreten.
1931 Vor dem Fest gibt es noch viel Arbeit am Sportplatz. Die grösste Arbeit, der Weg von der Bergstrasse zum Platz, wird dank der Mithilfe der Pontoniere fertiggestellt. Für das Fest selbst hat es das OK unter der Leitung von Walter Strohmeier nicht leicht. Ausgiebige Niederschläge erzwingen eine Verschiebung des zweiten Teils auf den nachfolgenden Sonntag. Strahlendes Wetter am 12. Juli ist doch ein kleiner Trost für die zusätzliche Arbeit
Ausschnitte aus dem Festumzug Verbandsfest 1931 in Dietikon
1932 Mit nimmermüdem Einsatz bereitet Oberturner Christian Blaser die Turner für das 60. Eidgenössische Turnfest in Aarau vor. Zum Abschluss seiner Oberturnertätigkeit strebt er mit seiner Sektion ein gutes Resultat an und seine Mühe wirdm it dem 8. Rang in der 2. Kategorie belohnt.
Dieses Jahr führt die Turnfahrt nach Regensberg. An diesen Tag wird auch in weiteren Jahren der legendäre knorrige Wanderstab erinnern, denn er wird auf dieser Turnfahrt erstmals erwähnt.
Zur grossen Freude der Turner kann im Dorf eine weitere Turnhalle, die im Untergeschoss einen Schwingkeller erhalten hat, eingeweiht werden. Aber auch Trauer hält im Verein Einkehr. Ulrich Kollbrunner stirbt als letztes Gründungsmitglied des Vereins in hohem Alter in Zürich.
Der Turnverein Dietikon 1932
1933 Wichtige Veränderungen gibt es im Vorstand zu verzeichnen. An einer ausserordentlich stark besuchten Generalversammlung werden neu gewählt als Präsident Heiri Bräm, als Oberturner Gustav Wiederkehr und Ruedi Ungricht übernimmt von Ernst Schuster die Kasse. Die namen dieser Neugewählten sollten bald für den Verein zu einem Begriff werden. Die politischen Unruhen allüberall lassen auch in Dietikon die Gründung eines weiteren Turnvereins zur Tatsache werden, die des Satus. Dieses Ereignis schwächt aber die Sektion nicht. Der Oberturner besucht gleich zwei Verbandsfeste mit seinen Getreuen. Zuerst das Verbandsfest in Dübendorf und drei Wochen später ist man Gast am Albisverbandsfest in Birmensdorf. Vom letzteren Fest kehren nicht weniger als 15 Einzelturner von 27 mit einer Auszeichnung zurück!
Im September wird als Werbung für die immer stärker werdende Spielbewegung der kantonale Spiel- und Stafettentag auf dem Sportplatz durchgeführt. Beim Anblick der hart umkämpften Spiele und Stafetten hat mancher Gegner dieser Bewegung seine Ansicht etwas revidiert. Auch wird dem Verein eine neue Untersektion angegliedert. Es ist die Frauenriege und Christian Blaser stellt sich als erfahrener Leiter zur Verfügung.
1934 Im Festbericht vom kantonalen Fest in Küsnacht steht zu lesen: Dietikon marschiert mit hohlem Kreuz und neuen weissen "Zähni-Hosen" auf! Das neue Tenue beflügelt die Turner zu Höchstleistungen, denn der 2. Rang in der 2. Kategorie spricht dafür. Nun, nach dem Sturm und dem wolkenbruchartigen Regen zum Abschluss des Festes waren die langen, weissen Hosen auch nicht mehr weiss wie zu Beginn! Gleich drei grosse Abendveranstaltungen beschliessen das erfolgreiche Jahr.
1935 Mit eigener Hausmusik, die nicht schön, aber dafür umso lauter spielt, beteiligt sich der TVD unter dem Motto "Miss Stausee" aktiv am Fasnachtsumzug in Dietikon. Am Verbandsturnfest in Glattfelden erreicht die Sektion mit dem 2. Rang in der 1. Kategorie einen Spitzenplatz. So geht ein lang gehegter Wunsch, auf Verbandsebene einmal zu den Besten zu gehören in Erfüllung. Mit dem kantonalen Leichtathletentag, verbundenh mit dem 3 Kantone Wettkampf, herrscht auch auf dem Sportplatz ein erwünschter Hochbetrieb.
Schon seit einiger Zeit ist das Skifahren im Verein ein beliebter Ausgleich im Winter. So ist die Gründung einer Skiriege im TVD fats nur noch eine Formsache.
1936 Die Wirtschaftskriese und die weltweite politischen Unruhen scheinen auch auf den Turnbetrieb abzufärben. Heiri Bräm sieht sich veranlasst, die Aktiven zu vermehrtem Mitmachen aufzurufen. Und er hat Erfolg.
Gusti Wiederkehr kann mit 48 Turnern an das 61. Eidgenössische Turnfest nach Winterthur fahren. Der Einsatz ist gross und mit Genugtuung wird der 3. Rang in der 2. Kategorie gefeiert. Der kantonale Kunstturnertag auf unserem Sportplatz bringt statt dem erhofften Gewinn ein Defizit, denn wiedereinmal mehr herscht das sattsam bekannte Dietikoner Schlechtwetter vor. Schade, denn das OK unter der Leitung von Walter Strohmeier hatte den Tag mustergültig vorbereitet.
1937 Gerätewechsel und schlechter Turnstundenbesuch lassen für das Verbandsfest in Mönchaltorf nichts Gutes ahnen. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass nach den schönen Resultaten der vergangenen Jahre, der letzte Platz eine kalte Dusche ist, und da der einmal eingeschlagene Weg nicht verlassen wird, ist an der kantonalen Turnfahrt nach Grüningen mit 13 Turnern ein betrüblicher Minusrekord erreicht.
1938 Das Sujet für den Fasnachtsumzug liefert die sich beängstigend verschlechternde Weltlage: "grosses Welttheater" mit einem grossen Diktator und dem schlafenden Völkerbund. Infolge Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche wird die Teilnahme am kantonalen Turnfest in Wädenswil von den Behörden kurzerhand verboten. Nur die Einzelturner dürfen, wie es heisst, ausreisen. Im Frühherbst macht sich eine kleine Schar von wanderlustigen Turnern auf, um in einer anderthalbtägigen Wanderfahrt die Idylle der alten Sustenstrasse zu geniessen, ehe der motorisierte Verkehr auf der neuen Strasse freigegeben wird. Unter Obmann Werner Bollinger und dem musikalischen Leiter Jean Porr wird wieder eine Gesangssektion, das Turnerchörli gegründet.
1939 Zusehends unsicher wird die Weltlage und die politischen Spannungen spitzen sich von Tag zu Tag zu. Es fehlt nur noch der Funke ins Pulverfass, um den gefürchteten Zweiten Weltkrieg auszulösen.
Dessen ungeachtet geht die Arbeit im Verein vorerst weiter. Eine Neuerung wird am Verbandsfest in Rümlang ausprobiert, man turnt erstmals in geteilten Disziplinen.
Einerseits Reck und Barren und anderseits die aufstrebende Leichtathletenriege im Weitsprung und Kugelstossen. Der 4. Rang in der 1. Kategorie ist allerdings weit unter den Erwartungen. Am 4. Juni treffen sich in der "Landsrüti" oberhalb dem Basi 1300 Turnveteranen zu ihrer Landsgemeinde. Es ist eine grossartige Demonstration von Kameradschaft und der Verbundenheit mit der körperlichen Ertüchtigung, die auch auf Aussenstehende einen nachhaltigen Eindruck hiinterlässt. Die Veteranengruppe Dietikon, die seit 1930 besteht, hat diesen Anlass organisiert.
Ende August ist der Sportplatz einmal mehr Austragungsort der kantonalen Leichtathletenmeister-schaften. Dann folgt der folgenschwere 2. September: Generalmobilmachung! Der Krieg, von allen gefürchtet, bricht über Europa herein. 35 Aktive des Vereins werden unter die Fahne gerufen. Christian Blaser übernimmt in dem in aller Eile bestellten Kriegsvorstand, den Vorsitz. Doch durch die militärische Belegung der Turnhallen wird der Turnbetrieb völlig lahmgelegt.
1940-1941 Mit Ausmärschen und Platzarbeiten hält der Oberturner die keine Schar der Turner zusammen. An der Generalversammlung 1941 muss der statutarisch gewählte Vorstand, wie auch der Kriegsvorstand aufgelöst und durch einen neuen ersetzt werden. Ernst Schuster löst Heiri Bräm als Präsident ab, der 7 Jahre lang sein Amt vorzüglich und mit grossem persönlichen Einsatz geführt hat. Den Kriegswirren zum Trotz wird mit reduzierten Beständen in Schlieren ein Verbandsfest durchgeführt.
1942 Wiedereinmal gärt es im Turnverein und die Schuld wird, wie könnte es anders ein, dem Vorstand zugeschoben. Glücklicherweise glätten sich die Wogen und der zu ruhige Turnbetrieb beginnt neu aufzuleben. Die Turntage auf dem Letzi in Zürich können doch mit der stattlichen Zahl von 36 Turnern besucht werden. An der Turnfahrt über den Rüsler nach Wettingen gibt es auch noch einige Erinnerungen. Der Leiter hat nach der Hälfte des Marsches plötzlich Schwierigkeiten mit der Orientierung und man ist sich heute noch nicht einig, ob die hereinbrechende Dunkelheit oder der "Gälmöschtler" die Ursache der Irrfahrt gewesen sei! Es ist auch das Jahr, in dem die alten Statuten durch neue ersetzt werden. Gleichzeitig werden die Reglemente für die Untersektionen beigefügt.
1943 Eine seltene, aber wohlverdiente Ehrung wird einem Turner an der Generalversammlung zuteil. Ernst Schuster wird für seinen unermüdlichen Einsatz während vielen Jahren für den Verein, die Ehrenpräsidentschaft zuerkannt. Das Präsidium im Verein übernimmt Albert Guggenbühl und als Oberturner führt Albert Wiederkehr das Kommando. Das Verbandsdfest in Wallisellen wird besucht. Es gibt "Chritz" mit dem Kampfgericht, denn ein Turner hat keinen Urlaub erhalten und so werden die Marsch und Freiübungen mit einem Mann zuwenig absolviert. Die Versetzung in die 2. Kategorie wird leicht erbost zur Kenntnis genommen.
1944 Ein weiteres Kriegsjahr geht in die Lande. Für den Verein ein ruhiges Jahr, doch gibt es auch intern einiges ins rechte Lot zu bringen. Die Unrast der Kriegsjahre hinterlassen auch im Vereinsleben ihre Spuren.
1945 8. Mai - Ende des Weltkrieges in Europa. Sechs Jahre blutigen Völkerkrieges sind zu Ende. Nach und nach hoffen alle wieder in das normale Leben zurückzukehren. Doch so schnell geht der Wechsel nicht vonstatten, auch nicht im Vereinsleben. So beginnt das Jahr mit einem Präsidentenwechsel, denn Oskar Sigel jun. übernimmt das Amt. In Seebach findet das Verbandsfest statt. Das Resultat fällt dürftig aus, weitere Folge der Kriegsjahre, die noch vieles durcheinander gebracht haben. Die Milizen finden sich nicht so rasch in die Turnhallen zurück und diese schlechten Verhältnisse prägen das Vereinsgeschehen acuh in weiteren Jahren. Doch sei ein seltenes Jubiläum nicht vergessen, Ernts Peyer steht seit 30 Jahren in den Reihen der Aktiven.
1946 Die sich abzeichnende Entwicklung im vergangenen Jahr, bewegen den Oberturner zum Rücktritt. An seine Stelle rückt wieder Gustav Wiederkehr und er rüstet die Sektion nach langem Unterbruch wieder für ein kantonales Fest. Wetzikon ist der Festort und 44 Mann stark stehen die Turner von Dietikon "in Reih und Glied". Ein anständiger Mittelplatz in der Rangliste lässt Hoffnungen auf eine bessere Zukunft aufkommen.
Tatkräftig unterstützt der Verein die Werbung des Eidgenössischen Turnvereins unter dem Motto "mitmachen-nit-zue-luege". Im September treffen sich die Schwinger des Glatt- und Limmattalverbandes auf unserem Sprtplatz, um ihren Besten zu erküren. Vom Fest selbst ist nachzulesen, dass eine imposante Zuschauermenge die 5 Sägemehlplätze umringte.
1947 Ganz im Zeichen des 62. Eidgenössischen Turnfestes in Bern steht dieses Vereinsjahr. Die Bundesstadt, schon 1936 als Festort bestimmt, musste volle 11 Jahre verstreichen lassen bis zur Durchführung des Festes. Umso herzlicher werden die Turner in der Feststadt empfangen. Die Festfreude nach den Jahren der Entbehrungen ist echt und aufrichtig und alle Teilnehmer bringen viele unvergessliche Erinnerungen mit nach Hause. In der Rangliste ist Dietikon im 24. Rang der 3. Stärkeklasse zu finden. Nach vielen erfolglosen Versuchen gelingt der Korbbalmanschaft in Winterthur am kantonalen Spieltag der Vorstoss in den Final, der dann allerdings verloren geht.
Eidgenössisches Turnfest 1947 in Bern
1948 Wie immer nach grossen Turnfesten werden die Sorgen des Oberturners nicht kleiner. Manch verdienter Turner setzt mit der Teilnahme an einem Eidgenössischen den Schlusspunkt hinter seine Wettkampftätigkeit.
So ist es auch jetzt und der Oberturner hat seine liebe Mühe 34 Aktive für das Verbandsfest in Dielsdorf zu melden. Für den erkrankten Oskar Sigel muss ein neuer Präsident gesucht werden und er wird in der Person von Rudolf Jetter auch gefunden. Am Tag des Verbandsfestes wird übrigens in Dietikon das neuerstellte Schwimmbad im Fondli eröffnet. Eine Anlage, die auch in Turnerkreisen bald sehr geschätzt wird.
1949 Ein immer gutgehegter und gepflegter Brauch findet sich in den Aufzeichnungen des Vereins fast alle Jahre wieder, die Turnfahrt. Letztes Jahr führte sie in einer anderthalbtägigen Wanderung auf das Brienzer Rothorn, dieses Jahr ist die nähere Umgebung Ziel der Wanderfahrt. Von Sihlbrugg aus geht die Wanderung im Wonnemonat Mai über den Hirzel an den Zürichsee.
Vom 33. kantonalen Turnfest ist kein grosses Resultat zu melden, hingegen bringt die Durchführung des kantonalen Leichtathletentages ein volles Mass an Arbeit. Aber das OK mit Heiri Bräm an der Spitze garantiert mit seiner Routine und Erfahrung einen vollen Erfolg. Der Pontonierfahrverein Dietikon hat das Eidg. Pontonierwettfahren übernommen. So bietet sich den Turnern einmal Gelegenheit, Gegenrecht zu halten für die Unterstützung der Pontoniere beim Platzbau. In verschiedenen Komitees findet man Turner, die mithelfen zu einem reibungslosen Ablauf der Veranstaltung. Zum Abschluss des Jahres, das viel Arbeit brachte, freuen sich die Turner am Sieg der Leichtathleten in der Kategorie D der schweiz. Vereinsmeisterschaft. Ein grosser Erfolg für die immer aktive Riege.
1950 Am Verbandsfest in Urdorf wird zur Abwechslung eine neue Disziplin, der Hochsprung, geprobt. Da Resultat erfüllt die Erwartungen und in der 1. Stärkeklasse erreicht die Sektion dern 4. Rang. Die erfolgreichen Leichtathleten schaffen gleich einen weiteren Sieg in der Vereinsmeisterschaft, diesmal in der Kategorie C. Sie sind es auch, die im Verein immer wieder zu Diskussionen Anlass geben, denn das Wirken dieser Turner wird nicht überall verstanden.
Die Suche nach einem Vereinslokal findet nach langen Jahren ein glückliches Ende. Die "Eintracht" wird bestimmt und so die Odysse der Fahnen von Ort zu Ort beendet.
1951 Festlich, mit einer Nelke im Knopfloch für jeden Turner, beginnt an der Generalversammlung das 75. Vereinsjahr. Der festliche Rahmen schafft bereits vorfestliche Stimmung für die Jubiläumsfeier. Präsident Rudolf Jetter gedenkt auch der Gründer des Vereins und ermahnt die 120 Anwesenden, das Erbe im Sinn und Geist dieser Turner weiterzuführen und zu erhalten. Die Versammlung bestätigt auch das OK für die Jubiläumsfeier.
Neben diesem wichtigen Anlass beansprucht das 63. Eidgenössische Turnfest in Lausanne die Aktiven für die Vorbereitungen. Oberturner Hans Deringer ist nicht zu beneiden, hat er doch viele Mühe, alle Interessen unter einen Hut zu bringen. Besonders die älteren Turner sind mit der Leitung der Turnstunden nicht ganz zufrieden. Am Fest vom 13.-16. Juli in Lausanne sind dann aber die Unstimmigkeiten in den Hintergrund geschoben und in der 3. Kategorie wird ein annehmbares Resultat erreicht. Für einmal darf auch ein Einzelturner erwähnt werden, denn Willy Eichenberger belegt im Zehnkampf der Leichtathleten den hervorragenden 2. Rang.
1952 - 1976
Das 75jährige Jubiläum
Das OK unter der routinierten Leitung von Walter Strohmeier hat schon früh mit den Vorbereitungen begonnen. Der Anlass soll in gediegenem, nicht zu grossem Rahmen stattfinden. In diesen Feiern kann auch die Fahnenweihe der Jugendriege mit einbezogen werden. Als sportlichen Wettkampf soll nach Ansicht des OK der Lauf "Quer durch Dietikon" durchgeführt werden.
Als Festplatz dient, wie könnte es anders sein, der Sportplatz.
Das Jubiläumswochenende leitet ein Unterhaltungsabend unter Mitwirkung einiger Dorfvereine am Samstagabend ein. In zwei Kategorien starten am Sonntagmorgen die Läufer des Stafettenlaufes beim Zentralschulhaus, um auf Umwegen das Ziel beim Festplatz zu erreichen. Der Sonntag-nachmittag steht unter dem Motto "wenn am Sonntagnachmittag die Dorfjugend spielt" nach einer Idee von Christian Blaser. Die Fahnenweihe der Jugendriege bildet einen ersten Höhepunkt und leitet über zum eigentlichen Jubiläumsakt mit der Patensektion Altstetten. Es wird vor allem der Gründer gedacht, die vor 75 Jahren das Fundament gelegt hatten für den heute stattlichen Jubilar, dem Turnverein Dietikon. So findet die bescheidene, aber würdige Feier ihren Abschluss und der Verein schickt sich an, zuversichtlich die nächsten 25 Jahre in Angriff zu nehmen bis das volle Hundert erreicht sein wird. Leider konnte keine Festschrift gedruckt werden, das Geld wird dringend für Landkäufe zur Vergrösserung des Sportplatzes benötigt. Die beiden Verfasser Werner Schnyder und Jaques Schmid zeigen jedoch grosses Verständnis dafür.
1952 Ein kleiner Paukenschlag eröffnet das neue Vereinsjahr. Nicht weniger als 7 Vorstandsmitglieder geben ihren Rücktritt bekannt, so auch der Präsident und der Oberturner. Der Verein muss eine ganze neue Führung suchen. Die Neuwahlen geben dann an der Generalver-sammlung viel zu reden. Den Präsidentenstuhl übernimmt neu Jaques Schmid und die Aktiven führt Heinrich Rau als Oberturner. Er hat dann auch gleich seine Sorgen mit den Turnern bei den Vorbereitungen für das Verbandsfest. Gerne wäre er mit einer guten und disziplinierten Sektion angetreten, doch der völlig ungenügende Turnstundenbesuch lässt keine Hoffnung auf ein gutes Resultat aufkommen. Wohl tritt Dietikon in der 1. Stärkeklasse an, aber der letzte Rang wollen alle schnell vergessen.
Grund zum Feiern gibt es aber dennoch. Im Namen der Eherenmitglieder übergibt Walter Strohmeier dem Verein ein gewichtiges Jubiläumsgeschenk. Ein Stammtisch, von Schreinermeister Urech liebevoll angefertigt, wird in der "Eintracht" aufgestellt. Die Übergabe benutzt der Redner, die Aktiven zu ermahnen, getreu mitzuhelfen, dasss der Verein weiterhin blühen und gedeihen möge und dass auftretende Differenzen in guter Turnerart bereinigt werden.
im Herbst treffen sich einmal mehr die Leichtathleten auf unserem Sportplatz, um die kantonalen Meister zu erküren.
1953 Die Unruhen im Verein und der schlechte Turnstundenbesuch wollen nicht enden. Präsident und Oberturner geben nach nur einjähriger Tätigkeit ihre Ämter wieder zurück. Mit Max Hauenstein als Präsident und Hans Deringer erneut als Oberturner erhoffen sich viele eine Konsolidierung im Vereinsleben. Die verschiedenen Appelle an die Aktiven wirken doch positiv und der Teilnahme am kantonalen Turnfest in Uster steht nichts im Wege. Das Quer durch Dietikon und der Turnerabend bringen weitere Arbeit für die Turner. Die Mitglieder werden auch zu einer ausserordentlichen Generalversammlung am 29. Mai in die Krone aufgeboten. Sie gilt der Platzerweiterung, für die ein letztes Stück Land gekauft werden soll.
Platzeinweihung 1963, Auszeichnung Platzkommission und verdienstvolle Fördern des Platzbaus
1954 Ein Jahr der Ruhe und der Bewährung nach den Stürmen der vergangenen ist für den Verein ein Gewinn. Die zielstrebigen Vorbereitungen auf das Verbandsfest in Kloten tragen Früchte mit dem 2. Rang in der 2. Stärkeklasse. Auch lässt sich Robert Zimmermann als Festsieger im Zehnkampf der Leichtathleten ausrufen.
1955 Sozusagen vor der Haustüre findet das 64. Eidgenössische Turnfest in Zürich statt, an der Kantonsgrenze gelegen, erlebt den Einzug der Eidgenössischen Fahne auf dem Weg von Lausanne in die Feststadt. Am Fest selbst wird das Antreten der Dietikoner Turner beinahe vom Regen ertränkt. Auf alle Fälle schwemmt er sicher einige Zehntelspunkte davon, so dass das Resultat nicht über ein Mittelmass hinauskommt.
Bereits an der Generalversammlung hat erneut eine Wachtablösung stattgefunden. Hans Deringer amtet als Präsident und Gustav Wiederkehr löst ihn als Oberturner ab. Eine längst sich anbahnende Entscheidung beginnt sich abzuzeichnen. Die Leichtathleten fordern mehr Unabhängigkeit vom Oberturner und seinen Turnstunden, kurz, sie bereiten eine neue Untersektion vor.
1956 Der Sportplatz, Jahr für Jahr ingeplanten Etappen von getreuen Helfern und Förderern ausgebaut und gepflegt, bietet den Leichtathleten immer bessere Voraussetzungen zum Trainieren. Eine ausserordentliche Generalversammlung gilt dem Platz und dem Reglement über seine Benützung. Die Leichtathleten, obwohl sie zu mancher hitzigen Diskussion Anlass geben, entwickeln unter der Führung von Ruedi Ungricht jun. eine rege Wettkampftätigkeit.
Als Oberturner führt nun erstmals Karl Winkler die Turner an ein Verbandsfest, das in diesem Jahr Rafz als Festort.
1957 An der Generalversammlung bildet sich auf Ersuchen von Jakob Zatti eine Fahnen-kommission. Das zweite Banner des Vereins ist durch die vielen Teilnahmen an Turnfesten und Turnfahrten etwas mitgenommen und eine neue Fahne soll die Aktiven in zwei Jahren an das Eidgenössische Turnfest begleiten. Alljährlichen Veranstaltungen wie das "Quer" und die Abendunterhaltung werden mit Erfahrung und Routine erfolgreich durchgeführt und bilden einen festen Bestandteil des jährlichen Vereinslebens, an dessen Spitze nun Charles Perrin steht. Karl Winkler verlässt Dietikon und an seiner Stelle trägt Ueli Höhn die Verantwortung für die Aktiven. Vom kantonalen Turnfest in Horgen bleibt vom Fest den Teilnehmern vor allem die unerträgliche Hitze in Erinnerung, die beinahe jeglichen Kampfgeist lähmt. Und dabei lockte der See zum kühlenden Bade!
1958 Ein Dorfturntag mit dem KTV - SATUS - und Turnverein Dietikon wird ins Leben gerufen. Er soll alle Jahre im Frühjahr ein wiederkehrender fröhlicher, sportlicher Kräftevergleich zum Saisonbeginn der Vereine sein. Sonst ist es ein ruhiges Vereinsjahr, was zur Abwechslung sicher nur von Nutzen sein kann.
1959 Charles Perrin zieht es ins Ausland und Hans Peyer wird sein Nachfolger. Im Mittelpunkt steht die Fahnenweihe für das neue Banner vom 30./31. Mai. Der Wunsch der Initianten geht somit in Erfüllung, mit der neuen Fahne bereits am Eidgenössischen Turnfest in Basel vertreten zu sein. Für die Fahnenweihe selbst will man für einmal nicht vom schlechten Wetter, das für ein Fest in Dietikon fast Tradition ist, überrascht werden. Es wird beschlossen, ein Festzelt aufzustellen. Mit der Patensektion Altstetten wird es eine wohlgelungene Feier. Viele Turner treffen sich bei diesem Anlass, zum Teil nach vielen Jahren wieder. Die älteren freuen sich, wieder einmal mit Ehemaligen in Erinnerungen zu schwelgen und der Ausspruch: weisst Du noch damals in ... ist oft zu hören. Solche Ereignisse, wie eine Fahnenweihe es in einem Verein ist, helfen immer wieder mit, dass sich auch Gegensätze einander näher kommen und manches Vorurteil an Bedeutung verliert. Sicher zum Wohle eines jeden und nicht zu letzt des Vereins. Die neue Fahne verfehlt offenbar ihre Wirkung nicht. Dem Aufruf des Oberturners folgen 56 Turner an das Fest in Basel. Es ist das 65. Eidgenössische und von den Tagen am Rheinknie wäre so manche Geschichte zu erzählen, die in den Erinnerungen mancher Teilnehmer weiter lebt. Um die Statistiker nicht zu vergessen, sei der 16. Rang in der 3. Stärkeklasse festgehalten.
Fahnenweihe 1959, Ansprache von OK Präsident Walter Strohmeier
1960 Die vierte Ausbauetappe des Sportplatzes bringt während des Jahres viel Arbeit. Leider bleiben die Aufrufe zur Mitarbeit nicht so erfolgreich wie sich das Platzchef Albert Wiederkehr erhofft. Es sind immer die gleichen Turner, vor allem die älteren, die mit nimmermüdem Einsatz das Begonnene zu einem guten Abschluss bringen wollen. Zum letzten Mal wird das "Quer durchs Dietikon" gelaufen. Sinkende Teilnehmerzahlen und Schwierigkeiten mit der Streckenführung erleichtern diesen Entschluss. Das Verbandsfest in Embrach bringt dem Oberturner Ueli Höhn und seiner Sektion einen seltenen Erfolg. Mit beispiellosem Einsatz wird geturnt und gesprungen - der 1. Rang in der 1. Stärkeklasse ist der Lohn. Mit unverhohlender Freude lässt der Fähnrich Emil Frei den Lorbeerkranz ans fast neue Banner binden.
1961 Der durch den Wegzug von Hans Peyer verwaiste Präsidentenstuhl wird von Hans Baumgartner übernommen und mit Fritz Dick erhalten die Turner einen neuen Oberturner. Pläne für eine Beteiligung an einem ausländischen Turnfest, die schon lange von verschiedenen Turnern geschmiedet werden, können infolge Absage des Festortes des Österreichischen Turnfestes in Linz, nicht verwirklicht werden. Dafür stehen am kantonalen Turnfest im Letzi in Zürich 40 aktive im Sektionswettkampf. Langsam geht auch die grösste Aufgabe, die sich der Verein je gestellt hat, ihrer Vollendung entgegen, der eigene Sportplatz mit einer 400 Meter Aschenbahn, verspricht ein gelungenes Werk zu werden.
Auch Einmaliges verdient erwähnt zu werden: Robert Zimmermann erringt nach vielen Ehernplätzen den Titel eines Schweizermeisters im Olympischen Fünfkampf.
1962 Der Wunsch, wie vor zwei Jahren am Verbandsfest in der 1. Stärkeklasse anzutreten, kann für Wallisellen nicht realisiert werden. Das alte Übel des schwachen Turnstundenbesuches beginnt sich von neuem breit zu machen. Mit der Durchführung der Einkampfmeisterschaften des Glatt- und Limmattalverbandes an Auffahrt kann der fast fertig gestellte Turnplatz einer gelungenen Hauptprobe unterzogen werden. Das Jahr beschliesst ein Turnerabend in der Turnhalle. Diese Veranstaltung gewinnt immer mehr an Bedeutung, denn seit in eigener Regie die Wirtschaft geführt werden kann, schaut statt der früheren Defizite ein willkommener Reingewinn heraus. Ein erfreulicher Umstand, der dem geplagten Kassier einige Sorgen abnimmt.
1963 Zu einem Hock ausserhalb des Jahrespogramms ermuntert das Ehrenmitglied Walter Strohmeier anfangs Jahr, alle Turner auf den Hasenberg zu kommen. Diese Zusammenkunft verhilft zu einer guten Stimmung im Verein, denn alt und jung kommen sich näher, was dazu führt, dass manches Problem an Bedeutung verliert. Dieser Schulterschluss ist nötig, denn nicht nur steht ein strenges Jahr bevor, sondern es werden auch bereits die Weichen für das folgende gestellt. An einer ausserordentlichen Generalversammlung am 14. März in der Krone beschliessen die Anwesenden, nicht ohne grosse Gegenwehr und Bedenken, sich für die Übernahme des 30. Verbandsfestes 1964 zu bewerben. Der Initiant und energische Verfechter der Übernahme, Walter Strohmeier, übernimmt nach erhaltenem Auftrag durch die Delegiertenversammlung, das Amt des OK-Präsidenten. Turnerisch ist das 66. Eidgenössische Turnfest in Luzern der Mittelpunkt. Die Tage in der Leuchtenstadt reihen sich würdig an die vergangener Feste. Eine Woche zuvor geben sich an gleicher Stelle die Turnerinnen ein Stelldichein, wobei der Regen die ganze Darbietung verhindert.
Mit der offiziellen Einweihung des Sportplatzes Ende August ist die schwerste Etappe zu Ende. Eine Zusammenfassung ist an anderer Stelle zu finden, aber auch hier darf den vielen getreuen Helfern, die mithalfen dieses Werk zu vollenden, herzlich gedankt sein.
1964 Die Durchführung des 30. Glatt- und Limmattalverbands-Turnfestes benötigt alle verfügbaren Kräfte im Verein. Nur so ist es möglich, dass das Fest einen guten Verlauf nimmt, sowohl in turnerischer wie auch in unterhaltenden Belangen. Die grosse Abendunterhaltung im Festzelt auf der Wiese oberhalb des Turnplatzes bot etwas vom Besten seit langer Zeit.
Eine Bergturnfahrt über den Pragelpass vom Klöntalersee ins Muotatal dient in erster Linie der Geselligkeit. Dabei entpuppen sich einige Turner als richtige Gipfelstürmer, während hintennach von Blasen geplagte Wanderer den Weg fast allzulang finden!
Ein eher ungewohntes Erlebnis müssen die aktiven zur Kenntnis nehmen: der erste an der GV neu gewählte Oberturner J. Salzmann verschwindet mitten im Jahr ohne Abschiedsgruss
Verbandsturnfest 1964 in Dietikon
1965 Präsident und Vizepräsident Hans Baumgartner und Willi Baumgartner, tauschen ihre Ämter und Erwin Jakob nimmt sich der Aktiven an. Er leitet die Sektion am kantonalen Turnfest in Wülflingen, wo auch Ernst Peyer in den Reihen steht. Er darf dieses Jahr auf sage und schreibe 50 Jahre Aktivturnerschaft zurückblicken. Ein Jubiläum, das ihm sicher keiner so schnell nachmacht und das seinesgleichen sucht.
1966 Unser Sportplatz erfreut sich einer regen Belegung, kommen doch Leichtathleten von weit her, um Versuche in der Vereinsmeisterschaft auszutragen. Dies im Gegensatz zu den eigenen Leichtahleten, um die es langsam still wird. Einige Zugpferde der Riege haben sich ganz dem Orientierungslauf verschrieben und der Nachwuchs ist dünn gesät. Anderseits hat der Verein bei der Mithilfe in der Organisation des Dietiker OL eine weitere Aufgabe seit einigen Jahren im Programm. Auch das Turnen für Jedermann, vom TVD in Dietikon eingeführt, erfreut sich steigender Beliebtheit.
Der Sportplatz ist ein weiteres Mal Austragungsort der kantonalen Mehrkampfmeisterschaften. An einer ausserordentlichen GV am 21. April im Ochsen wird über das Platzreglement abgestimmt. Eine straffe Regelung ist durch die bereits erwähnten Belegungen notwendig. Am Verbandsfest in Regensdorf stellt sich die Sektion mit 36 Turnern den Kampfrichtern in der 1. Stärkeklasse, wo schlussendlich der 4. Rang belegt wird. Zum Jahresabschluss sind alle Riegen am bald zur Tradition gewordenen Turnerabend beschäftigt. Den Abend kann auch niemand mehr aus dem Jahresprogramm wegdenken. Es ist ein Fest für die ganze Turnerfamilie, das meistens erst in den frühen Morgenstunden sein Ende findet.
1967 Das 67. Eidgenössische Turnfest in Bern sehen wieder einige Aktive als letzten Höhepunkt und Abschluss der Aktivturnerlaufbahn. Ein Entschluss, der wie eh und je im folgenden Jahr den Oberturner vor grosse Probleme stellt. Es fehlen dannzumahl die erfahrenen Stützen in der Sektion. Allerdings trüben diese Aussichten die Festfreude keineswegs. Mit 48 Turnern, wovon in den verschiedenen Disziplinen immer 40 im Wettkampf stehen, resutliert ein 18. Rang im Mittelfeld der 4. Stärkeklasse.
Eidgenössisches Turnfest 1967 in Bern
1968 Eine Wachtablösung bringt die Generalversammlung. Hans Baumgartner übernimmt es nochmal, als Präsident den Vorsitz zu führen. Hans Amweg wählen die Turner als neuen Oberturner. Das Verbandsfest in Mönchaltorf bringt keinen Spitzenplatz, die Gründe dafür sind schon im Jahr zuvor angedeutet. Nachdem ein Turnfestbesuch im Ausland nie Tatsache wurde, will der Vizeoberturner Helmut Kaiser diese Scharte mit einer Turnfahrt in seine Heimat Lichtenstein auswetzen. Das Unterfangen gelingt bestens und die Auslandfahrer amüsieren sich im "Ländle" während eines ganzen Wochenendes. Mit Ernts Schuster wird am 15. Juni der Ehrenpräsident des Vereins zu Grabe getragen. Der TVD hat eine Persönlichkeit verloren, deren Wirken über Jahrzehnte der Sektion das Geprägen gegeben hat.
1969 Dietikon, nun eine Stadt, unternimmt gestützt von den Interessen aller Vereine eine grosse Anstrengung, um den prekären Saalverhältnissen Abhilfe zu schaffen. Im Fondli entsteht eine grosse Mehrzweckhalle, welche von nun an den verschiedenen Bedürfnissen der Vereine zur Durchführung von Anlässen aller Art gerecht wird. Obwohl für den kantonalen Schwingertag an Auffahrt eine Wiese unserem Turnplatz vorgezogen wird, ist die Mehrzahl der Turnern im OK beschäftigt. Nachdem der erhoffte Reingewinn auch eintritt, ist diese Nichtberücksichtigung der "Hätschen" bald vergessen. Mit Erhard Mühle führt ein neuer Mann die Geschäfte. Wie im Jahr zuvor wirft das Verbandsfest in Uster keine hohen Wellen und wird von den Aktiven fats nur noch als Verbandspflicht angesehen.
1970 Die Bequemlichkeiten und Ablenkungen der Zeit aber auch die hohen Beanspruchungen im Beruf, halten immer mehr Turner vom Besuch der Turnstunden ab. Dabei vergisst man allzugerne die Ideale und Beweggründe, die in der Vergangenheit die Pioniere der Turnbewegung beflügelt haben. Sollte doch eben das Turnen Körper und Geist stärken für die täglichen Aufgaben im Beruf und Familie. Diese Umstände tragen auch dazu bei, dass die Skiriege und bald danach die Leichtathletenriege in alle Stille aufgelöst werden. Allen Widerständen zum Trotz ist es dem Oberturner möglich, das 38. Kantonalturnfest in Oerlikon mit 40 Aktiven zu besuchen.
1971 Besonders die jungen Turner machen aus ihrer Unlust über die Führung im Verein kein Geheimnis und da es allseits am Verständnis und guten Willen fehlt, ist eine Änderung nicht zu umgehen. So wählt die Mehrheit an der Generalversammlung Hans Ryffel zum neuen Präsidenten. An ihm liegt es nun, als Vertreter der jungen Garde, Ruhe und Ordnung in die Reihen zu bringen. Reto Brunner wird Oberturner, da sein Vorgänger Dietikon aus beruflichen Gründen verlässt. In der neuen Stadthalle, die zu einem sportlichen und gesellschaftlichen Mittelpunkt der Stadt zu werden verspricht, organisiert der TVD die Schweizermeisterschaften im Trampolinspringen, diese Sportart findet aber beim Publikum wenig Interesse.
Vor Jahresende sind die Turner zu einer ausserordentlichen Generalversammlung azfgerufen. Es ist dem Verkauf eines Stück Landes beim Sportplatz zuzustimmen, das etwas abseits der Anlage keine Verwendung mehr findet.
1972 Die Anmeldung für das 68. Eidgenössische Turnfest in Aarau umfasst noch ganze 20 Aktive. Der Oberturner lasst sich nicht entmutigen und er ermuntert stehts aufs neue seine Getreuen, bei der Stange zu bleiben. Doch scheint es, als ob das Wellental tiefer und breiter ist als angenommen.
1973 Eine Kommission hat schon seit längerer Zeit die alten Statuten einer eingehenden Revision unterzogen. Das Resultat lient nun vor und nachdem der Stammverein und die Untersektionen ihre Reglemente genehmigt haben, werden die neuen Statuten gedruckt und in Kraft gesetzt. Über das Verbandsfest im benachbarten Weiningen schreibt der Oberturner in seinem Bericht: Als wir zum Wettkampf antreten mussten, glich das Gelände eher einem Sumpf als einer Wiese... ! Das Limmattal, so scheint es wenigstens, ist also auf Regenwetter bei Turnfesten abonniert.
In gewohnter Weise vermag der Turnerabend in der Stadthalle die meisten Turner und viele Turnfreunde zusammenzubringen. Es ist immer mehr der Anlass, wo man sich trifft, um im Kreise alter Bekannter einige frohe Stunden zu verbringen. Es fehlt aber nicht an Stimmen, die gerne in der Turnhalle auch mehr Aktive sehen möchten. Im Gegensatz zu den Untersektionen, die wie noch nie aufblühen und einen beneidenswerten Turnstundenbesuch aufweisen, hat der Oberturner seine liebe Mühe mit den Aktiven.
1974 Zwei jahre vor der 100 Jahrfeier des Vereins kann ein OK gewählt werden mit Urban Meyer als OK-Präsidenten an der Spitze. Er will frühzeitig mit den Vorarbeiten beginnen, denn 100 Jahre alt zu sein, feiert der Verein nicht alle Tage!
Einige Mitglieder finden es wieder einmal an der Zeit, eine Zusammenkunft speziell für Ältere und auswärtige Ehemalige zu organisieren. Diese wird in Weiningen im "Stägefässli" durchgeführt und findet den grossen Beifall aller Anwesenden. Peter Blum stellt sich dem Verein als neuer Präsident zur Verfügung, die Probleme im Verein aber bleiben die alten. Da nach einer neueren Regelung im Verband nicht mehr alle Jahre ein Turnfest ausgeschrieben wird, fährt die Sektion ans Berneroberländische Fest nach Interlaken. Die Teilnehmer geniessen offensichtlich die Reise ins Oberland, so dass dem Resultat keine allzugrosse Bedeutung zugemessen wird.
1975 Grossbetrieb erhält der Sportplatz im Juni mit dem kantonalen Jugendriegentag, der beste Werbung ist für unseren Nachwuchs. Dieser ist dringend nötig, denn für das kantonale Turnfest in Regensdorf umfasst die Meldung des TVD 16 Turner in der 6. Stärkeklasse. Ende August ist wiedereinmal eine grosse Turnfahrt auf dem Programm. Das Eggishorn im Wallis ist Ziel dieser zweitägigen Wanderung. An der mit grossem Aufwand von allen Dietikoner Sportvereinen propagierten Volksolympiade leistet auch der Turnverein seinen Anteil, bevor der Turnerabend das 99. Vereinsjahr mit einem Grosserfolg beschliesst. Leider ist es dem Sohn des Gründers des TVD, wie vor 50 Jahren seinem Vater, nicht vergöhnt, ein Jubiläum des Vereins mitzuerleben. Er wird in München zu Grabe getragen.
1976 Das Jubiläumsjahr ist angebrochen. Eine festliche Generalversammlung in der "Heimat" vereinigt eine grosse Zahl von Turnern. Nach dem geschäftlichen Teil kommt ein frohes, unbeschwertes Fest in Gang als gutes Vorzeichen für die Jubiläumsfeier im Juni.
Der Vorstand wird für das Jubiläumsjahr wie folgt gewählt:
Präsident: Ernst Rudolf
Vizepräsident: Werner Müller
Oberturner: Hansjörg Schellenberg
Vizeoberturner: Peter Zollinger
Aktuar: Christine Wälti
Protokollführer: Franz Freundorfer
Kassier: Fredi Bachmann
Hilfskassier: Willi Hostettler
Materialverwalter: Albert Zimmermann
Jubiläumsschrift Chronik 1977-2025
Grusswort von Stadtpräsident Roger Bachmann
150 Jahre STV Dietikon – 150 Jahre Bewegung, Gemeinschaft und gelebte Werte.
Wenn ein Verein ein solches Jubiläum feiern darf, ist das weit mehr als eine Zahl: Es ist ein Stück Stadtgeschichte. Es sind Generationen von Menschen, die sich Woche für Woche treffen, trainieren, lachen, schwitzen und sich gegenseitig motivieren - und damit weit über den Sport hinaus etwas Wertvolles schaffen: Zusammenhalt.
Für mich persönlich ist der Turnverein STV Dietikon nicht nur ein traditionsreicher Verein in unserer Stadt, sondern Teil meines eigenen Lebenswegs. Seit meiner frühesten Kindheit bin ich mit dem Verein verbunden und durfte erleben, was es heisst, in einer Gemeinschaft aufzuwachsen, in der man einander trägt, in der Leistung gefördert wird, aber Respekt, Kameradschaft und Freude am Miteinander zentral bleiben. Der STV Dietikon hat mir - wie unzähligen anderen - nicht nur Sport beigebracht, sondern auch Haltung.
Der Blick zurück zeigt: Der Verein hat sich immer wieder neu erfunden, ohne seine Wurzeln zu verlieren. 1876 gegründet, ist er durch Zeiten des Wandels gegangen. Dass er dabei stets ein Ort geblieben ist, an dem Menschen aller Altersstufen ihren Platz finden, ist das Ergebnis von Freiwilligenarbeit, Herzblut und dem Willen, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen.
150 Jahre STV Dietikon sind auch 150 Jahre Engagement für Dietikon. Der Verein prägt das gesellschaftliche Leben in unserer Stadt mit - durch sportliche Leistungen, Jugendarbeit, Anlässe und einen Geist, der Menschen verbindet. Dafür gebührt allen, die den Verein getragen und gestaltet haben - damals wie heute - ein grosser Dank.
Ich wünsche dem STV Dietikon, dass er auch in Zukunft ein Ort bleibt, an dem junge Menschen ihre ersten Sprünge wagen, Erwachsene Ausgleich finden, Seniorinnen und Senioren aktiv bleiben - und alle gemeinsam erleben dürfen, was Vereinsleben im besten Sinn bedeutet: Heimat im Miteinander.
Herzliche Gratulation zum 150-jährigen Jubiläum!
Mit Turnergruss
Roger Bachmann, Stadtpräsident
Grusswort von Vereinspräsident Patrick Bader
Liebe Ehren- & Vereinsmitglieder, Unterstützer, Sponsoren und Freunde des Turnvereins STV Dietikon
Herzlichen Glückwunsch zum 150-jährigen Jubiläum unseres geschätzten Turnvereins! Seit eineinhalb Jahrhunderten verbindet der Turnsport: Gemeinschaft, Leidenschaft, Erlebnisse und Emotionen. Der Verein steht nicht nur für körperliche Fitness, sondern auch für Werte wie Fairness, Miteinander, Kameradschaft, Teamgeist und Respekt. Werte, die unsere Gesellschaft stärken und wichtiger denn je sind.
In diesen 150 Jahren haben die STVD-Mitglieder Höhen und Herausforderungen gemeistert, junge Talente gefördert und eine bleibende soziale Infrastruktur geschaffen. Danke an alle Aktiven und Leiter, Ehrenamtlichen, Funktionärinnen und Funktionäre sowie an die vielen Mitglieder, die in unzähligen Stunden mit viel Kraft, Ehrgeiz, Zeit und riesigem Engagement das Vereinsleben all die Jahre so prägten und weiterentwickelten.
Möge das Jubiläum zugleich ein Blick zurück auf stolze Erfolge und ein Blick nach vorne auf neue Ziele sein: mehr Bewegung, mehr Begegnung, mehr Gemeinschaft. Möge der Turnverein STV Dietikon weiterhin Menschen jeden Alters inspirieren, aktiv zu bleiben, sich weiterzuentwickeln und füreinander da zu sein.
Ich wünsche euch allen ein festliches Jahr voller Freude, Dankbarkeit und Zuversicht für die Kommenden Wochen Jahre und Jahrzehnte. Auf die nächsten 105 Jahre!
Mit turnerischen Grüssen
Präsident Patrick Bader
Vor 50 Jahren erschien eine prächtige Jubiläumsschrift anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums des Vereins. Nun ist es also Zeit über die letzten 50 Jahre zu berichten. Dietikon ist in den letzten 50 Jahren bevölkerungsmässig stark gewachsen. In diesen Jahren sind auch viele neue Vereine entstanden und leider auch einige alteingesessene verschwunden. Doch viele Vereine kämpfen heute mit demselben Problem: Sie leiden unter Mitgliedermangel. Das gilt leider auch für die 3 örtlichen Turnvereine. Welche Höhen und Tiefen der STV Dietikon in diesen 50 Jahren durch-gemacht hat, wollen wir nun chronologisch auf den nächsten Seiten aufzeigen.
Beginnen wollen wir aber mit den Jüngsten im Verein, die kurz vor unserem Jubeljahr auch ein Jubiläum feiern durften. Das Muki-Turnen (Mutter und Kind) erlebte im Jahr 1975 seine Feuertaufe, existiert also mit kurzen Unterbrüchen seit 50 Jahren, 20 Jahre später haben wir auch für die etwas Aelteren mit dem KITU (Kinderturnen) eine Turngelegenheit für die Kindergärtner ins Leben gerufen.
Beide Gruppen wurden unter der Regie der Frauenriege gegründet. Die erste Leiterin war Marthe Zürcher, welche das MUKI-Turnen bis 1982 geleitet hatte.
Während der Fokus zu Beginn auf Mutter und Kind lag, gehören heute im Jahr 2026 alle Begleitpersonen dazu, von Vätern, Grosseltern bis zu Gotti und Götti – daher nennen wir es heute ElKi (Eltern + Kind-Turnen).
1995 fand die erste Turnstunde des KITU unter der Leitung von Marlène Durrer statt. Beide Gruppen erfreuen sich auch nach so vielen Jahren unverändert grosser Beliebtheit.
Mädchenriege
Nicht nur der Turnverein kann dieses Jahr ein Jubiläum
feiern, auch die Mädchenriege hat Grund dazu. Sie wurde bereits 1951 gegründet, wird dieses Jahr also 75 Jahre alt. Während in den 1970er Jahren in 3 Gruppen geturnt wurde, den Kleinen -
Mittleren - Grossen, bis zu 50 Mädchen besuchten in einer Gruppe jede Woche die Turnstunde. Waren es in den 1980er Jahren immerhin noch etwa total 60 Turnerinnen. Auch für die Mädchen wurde das
Sport- und Freizeitangebot immer vielfältiger und grösser. Nichtsdestotrotz haben in all den Jahren viele den Weg in die Turnhalle gefunden, den Mädchen wurde Woche für Woche ein
abwechslungs-reiches Programm geboten, es gab es immer wieder tolle Skiweekend, Wanderungen und natürlich waren das Chränzli im November neben dem Mädchenriegentag die Glanzpunkte des Jahres. Im
Jahr 1986 reisten wir zusammen mit der Jugi sogar ins Ausland: Wir fuhren mit 2 Car vom Hürzeler nach Rust in den Europa Park. Dieser Tag war natürlich der Höhepunkt für alle. Speziell war auch
das Jahr 1990: Die Mädchenriege hat einen Vereinstrainer bekommen und war damit Vorreiterin, denn keine Mädchenriege ist zuvor im einheitlichen Trainer am Mädchenriegentag erschien, wir waren
alle mächtig stolz und wurden von vielen neidisch bewundert. 1993 verspürten wir durch die Einführung des schulfreien Samstags einen deutlichen Mitgliederrückgang, viele andere Aktivitäten wie
z.B. Musik, rückten auf den 18.00 Uhr Termin. In dieser langen Zeit haben viele motivierte Leiterinnen über viele Jahre den Turnbetrieb geprägt, einige der Turnerinnen sind noch heute aktiv im
Verein tätig. Natürlich lief es nicht immer rund. Manchmal fehlte es an turnfreudigen Mädchen oder aber an Leiterinnen. Kurze Zeit musste leider aufgegeben werden, aber erfreulicherweise können
heute dank 2 motivierten Frauen, die kleinen Mädchen wieder turnen.
Geschichte der Jugend-Leichtathletikgruppe Dietikon
Die Jugend-Leichtathletikgruppe Dietikon ist heute ein fester Bestandteil des Jugendangebots im Turnverein STV Dietikon und prägt seit über zwei Jahrzehnten das sportliche Leben vieler Kinder und Jugendlicher in der Region.
Im Jahr 2001 wurde die gemischte Jugendgruppe Leichtathletik mit zunächst 8 Kindern gegründet. Die Leitung übernahmen Davide Bianchi und Patrick Bader, die mit grossem Engagement den Grundstein für die heutige Gruppe legten. Von Anfang an stand die Freude an der Bewegung, das Kennenlernen der vielseitigen Leichtathletikdisziplinen sowie die Gemeinschaft im Vordergrund.
Durch Mund-zu-Mund-Propaganda und das attraktive Training wuchs die Gruppe rasch. Schon bald war die Teilnehmerzahl so gross, dass eine zweite Trainingsgruppe gebildet werden musste. Als die Gruppe 2015 auf rund 40 Kinder anwuchs mit einer Warteliste, erfolgte die Einteilung in Unterstufe, Mittelstufe und Oberstufe, um ein alters- und leistungs-gerechtes Training zu ermöglichen. Diese Struktur ist bis heute ein wichtiger Bestandteil der Organisation.
Mit der steigenden Anzahl Kinder entwickelte sich auch das Riegenleben weiter. Es entstand ein aktives Jahresprogramm mit:
*regelmässigen Wettkampfteilnahmen bis 20 Wettkämpfen
*Vereinsanlässen
*einem jährlichen Trainingsweekend
*Aktivitäten zur Stärkung des Teamgeists
In dieser Zeit wuchs die Gruppe auf bis zu 60 Kinder an. Zudem gingen in diesen Jahren 3–4 besonders talentierte Athletinnen und Athleten aus der Gruppe hervor, die sich durch ihre Leistungen für nationale und sogar internationale Wettkämpfe qualifizieren konnten (u.a. Yasmin Abbani, Elia Triaca/U-21-Weltmeisterschaft, Luana Melas/Siegerin UBS-Kids-Cup).
Heute wird die Jugend-Leichtathletikgruppe von rund 10 Leiterinnen und Leitern betreut. Etwa 50 Kinder und Jugendliche trainieren regelmässig und nehmen aktiv an Wettkämpfen sowie an verschiedenen Vereins- und Sportanlässen teil.
Die Gruppe steht weiterhin für:
*Freude an der Leichtathletik
*Teamgeist und Fairness
*altersgerechtes, vielseitiges Training
*Engagement über das Training hinaus
Bedeutung für Dietikon
Seit ihrer Gründung im Jahr 2001 hat sich die Jugend-Leichtathletikgruppe von einer kleinen Trainingsgruppe zu einer tragenden Jugendriege entwickelt. Viele ehemalige Mitglieder bleiben dem Verein verbunden und tragen als Leiter oder Helfer zur Weiterentwicklung bei. Die Geschichte der Jugend-Leichtathletikgruppe Dietikon zeigt, wie aus einer kleinen Initiative durch Engagement, Kontinuität und Begeisterung eine erfolgreiche und lebendige Jugendabteilung entstehen konnte.
Folgende Hauptleiter haben die letzten 25 Jahre gewirkt und prägen die Gruppe bis heute: Davide Bianchi, Mirjam Braun, Matthias und Angela Rothbrust, Catherine Stocker, Angela Zimmermann, Ursina und Simon Hess, Pascal Gätzi, Patrick Bader.
Und nun wollen wir aber schauen, was in diesen vergangenen 50 Jahren im Verein Wesentliches passiert ist.
1977
Das 2. Jahrhundert unseres Vereins hat begonnen. Die grosse 100-Jahrfeier in der Stadthalle hat sich auch finanziell gelohnt mit einem Gewinn von Fr. 13`564.-. Davon werden Fr. 12`000.- an die Baukosten des Turnerhauses überwiesen. Als Dank für das Mitmachen im OK werden alle OK-Mitglieder und deren Stellvertreter zu einem Galadiner eingeladen, das aber nur Fr. 30.- kosten soll.
Im Nachhinein muss man den 3 Buben, die den alten Schopf auf dem Turnplatz, der als Materialdepot, WC, Garderobe und Sitzungsraum gedient hat, fast dankbar sein, dass sie ihn abgefackelt haben. Denn so mussten wir aktiv an einen Neubau denken. Einige Jahre zuvor hatte sich zwar schon eine Kommission damit befasst und ein Projekt von Architekt Zumbühl ausarbeiten lassen. Doch man sah keine Möglichkeit, einen solchen Bau finanzieren zu können. Schon am Tag nach dem Brand standen Herrmann von Rotz und Hans Baumgartner auf dem Platz und zeigten auf die Stelle, wo ein Neubau zu stehen kommen sollte, nämlich genau dorthin, wo heute das Turnerhaus steht. Es wurde eine Baukommission gewählt mit dem Vorsitz von Werner Müller, ein Raumprogramm erarbeitet und die Projektierung wiederum an Architekt Zumbühl vergeben. Sein Vorschlag überzeugte uns, nur konnten wir uns dannzumal nicht vorstellen, wie wir die Kosten von Fr. 270`000.- verkraften sollten. Zwar hatten wir der Stadt Dietikon vor Jahren einen Landspickel für Fr. 60`000.- verkauft und regelmässig von den Veranstaltungsgewinnen einen Anteil in einen Baufonds abgezweigt. Hinzu kam nun die Brandversicherungsentschädigung von rund Fr. 26`000.-, der Beitrag des KZLV von Fr. 44`500.- und auch Stapi Hans Frei sagte rasch einen Beitrag von knapp Fr. 50`000.- zu. Aber trotz allem blieb ein grosses Finanzierungsloch von knapp Fr. 60`000.-. Doch das liess den für die Finanzen zuständigen Hans Baumgartner kalt, er budgetierte einfach diesen Betrag als Erlös von Spenden und dem Verkauf von Anteilscheinen. Man sah dies zwar fast durchwegs als reine Utopie an, aber mit riesiger Sammelenergie konnte man bei Vereinsmitgliedern Fr. 28`500.- an Spenden und Fr. 31`300.- an Anteilscheinen verbuchen. An der a.o. GV vom 27. Juli wurde das Budget fast einstimmig genehmigt und der Neubau beschlossen.
Nach dem Erteilen der Baubewilligung begann am 1. Oktober 1977 die Fronarbeit unter dem strengen Regime von Hansi Ungricht. Während fast einem Jahr waren fast jeden Samstag fleissige Hände, vor allem von Mitgliedern der Männerriege an der Arbeit, jeweils nur für kurze Zeit zum Znüni unterbrochen, der von den Turner- frauen hergerichtet wurde. Zuerst wurde der Baugrund ausgeebnet, die Gräben für die Fundamente ausgebuddelt, die Schalbretter geputzt und als der Rohbau stand, kam Willi Baumgartner zum Zug. Er hatte das ganze Elektroprojekt erarbeitet und nun mussten zum Verlegen der Leitungen die halben Wände wieder weggespitzt werden. Die gesamten sanitären Apparate wurden ebenfalls von den vereins-eigenen Monteuren eingebaut, und zum Schluss versuchten sich noch einige als Maler. Es war eine strenge Zeit, aber der Zusammenhalt wurde stark verbessert, und alle waren rundherum stolz auf das Erschaffene.
Die Aktiven nehmen bei ganz schlechtem Wetter am Kant. Turnfest in Neuenburg teil. Die Teilnahme war aber lange Zeit fraglich, da kaum Interesse vorhanden war.
Emil Frei wird Ehrenmitglied.
1978
Die Jugendriege wird 50 Jahre alt. Die Jugi wird geführt von den Leitern Franz Reheis, Helmut Kaiser und Peter Zollinger. Der Kant. Jugendriegentag findet in Dietikon statt.
Die Aktiven nehmen in der 10. Leistungsklasse mit 13 Turnern am Eidg. Turnfest in Genf teil. Der Trainingsbesuch ist aber schwach, es wird dringend um Besserung ersucht.
Die Statuten sind veraltet; darum wird eine Statutenkommission gebildet mit Hans Ryffel als Obmann und Hans Baumgartner, Fredi Bachmann und Walter Weber als Mitgliedern.
Mit der Stadt Dietikon wird ein Vertrag abgeschlossen. Sie hat nun das Vorkaufsrecht für die 10`637 m2 Land, die dem Turnverein gehören.
Die Veranstaltungen haben rentiert, Circuit mit Fr. 2`800.-, der Jugitag mit Fr. 3`840.- und das Chränzli mit Fr. 7`190.-
Adolf Happle wird zum Ehrenmitglied ernannt.
1979
Am 24. November führt der ETV Dietikon ein Turnerchränzli unter dem Motto «Montag ist erst übermorgen» in der Stadthalle durch, Gewinn ca. Fr. 7`000.-.
In der Männerriege wird es den älteren Turnern in der Turnstunde zu streng; es gibt für sie nun eine eigene Turnstunde - das Seniorenturnen ist geboren.
Seit einigen Jahren treffen sich die Aktiven an einem Maiabend oben im Honeret bei der Lorenzhütte zu einer Maibowle, und erstmals sind dazu auch die Turnerinnen eingeladen.
Während langer Zeit hat das Turnerchörli unsere Veranstaltungen mit seinen Vorträgen bereichert; nun wird es im März aufgelöst. Aber in wenigen Jahren wird
es mit jüngeren Sängern eine Wiedergeburt geben.
Die Aktiven starten in der 7. Stärkeklasse mit 11 Turnern am Turnfest in Bülach.
1980
Die Damenriege organisiert einen Kantonalen Meitliriegentag.
Am 19. November heisst es wieder: Chränzli in der Stadthalle – diesmal «fahren wir mit dem Turm id Stadt».
Der Turnbetrieb auf unserem Sportplatz floriert und Turnen gibt Durst. Damit alles regulär bleibt, muss Hans Baumgartner in Zürich eine Bewilligung einholen zum Verkauf von alkoholfreien Getränken und kalten vorverpackten Speisen. Bier zählt nach unserer Ansicht nicht zu den alkoholischen Getränken.
Es macht Mühe, eigene Leute zum Rasenmähen zu finden. Deshalb wird ein Gesuch an die Stadt gerichtet, dass sie das gegen Bezahlung übernimmt. Es gibt aber eine abschlägige Antwort.
Die Aktiven wagen sich weit weg ans Turnfest in Sitten.
1981
Die Mitglieder der Faustballmannschaft Albert Zimmermann, Hansi Ungricht, Walter Weber, Erwin Zysset, Werner Müller und Peter Wagner treten geschlossen vom Aktivverein in die Männerriege über. Dadurch wird die Aktivriege deutlich geschwächt.
Wir organisieren auf unserem Sportplatz eine Runde der Faustball-Europameister-schaft mit Italien, Oesterreich und der Schweiz. Hermann von Rotz bringt den ramponierten Rasen in tagelanger Arbeit in einen vernünftigen Zustand. Wir machen Fr. 3`075.- Gewinn. Der Rasen sollte wirklich erneuert werden - er ist eine reine Hügellandschaft.
Das Motto des diesjährigen Chränzli heisst «Camping Camping».
1982
Anlässlich der 150-Jahrfeier zum Bestehen des ETV wird eine Jubiläumsstafette quer durch die Schweiz organisiert mit Start in Rüschlikon. Am 9. Juli um 19 Uhr übergibt der TV Widen den Stab bei der Haltestelle Reppischhof unserem Verein, der ihn am nächsten Tag dem TV Schlieren weitergibt. Das regt den Vorstand auch an für die Organisation eines Festes für alle und eines Plauschwettkampfes auf unserem Platz. Immerhin resultiert daraus ein Reinerlös von Fr. 566.-.
Überhaupt steht es mit den Finanzen nicht allzu schlecht, denn wir organisieren einen Jugendriegentag mit Fr. 3`060.- Gewinn, vom Chränzli «Circus Luft» kommen weitere Fr. 7`794.- dazu, und auch das Circuitturnen rentiert mit Fr. 2`495.-.
Die Betriebskommission rügt die schlechte Beteiligung bei den Platzarbeiten. An der GV wird die Rasensanierung beschlossen. Im Nachhinein wehrt sich Hans Baumgartner dagegen. Er meint, man müsste vielmehr den ganzen Platz sanieren. Auf der Rundbahn drückt überall die Schlacke durch, die Randsteine sind zur Hälfte abgebrochen, etc.. Man verzichtet dann effektiv auf die Rasensanierung und sucht das Gespräch mit dem Stapi Hans Frei. Er würde einen Ausbau auf 6 Bahnen begrüssen, die dann aber allen Vereinen zur Verfügung stehen müssten. Das Problem ist nur, dass unser Gelände für diesen Ausbau zu kurz ist. Hans Baumgartner hat dann die Idee, die Laufbahn leicht schräg zu stellen unter Einbezug von stadteigenem Land, dann wäre dieser Ausbau möglich. Am 8. Juli geht ein Brief an die Stadt mit dem Gesuch für einen städtischen Beitrag. Er enthält eine genaue Auflistung, welche Kosten dem Verein bisher für Landkäufe, Baukosten etc. angefallen sind. Es sind grosse Zahlen. Wir haben bis jetzt Fr. 266`000.- in den Platz investiert und dazu Unterhaltskosten von Fr. 57`840.- bezahlt und Fr. 12`127.- an Steuern. In diesem Brief wird nur eine Renovation der 4 Bahnen gefordert mit einem Kostenvoranschlag von Walo Bertschinger von Fr. 951`850.- und dazu eine Teilbeleuchtung für ca. Fr. 60`000.-.
Der Verein zählt im Moment 38 Aktive, 44 Männerriegler, 230 Passiv- und Freimitglieder, 16 Ehrenmitglieder, total also 328. In dieser Statistik sind die Mitglieder der Damen- und Frauenriege noch nicht eingeschlossen, der Zusammenschluss hat noch nicht stattgefunden.
Teilnahme der Aktiven am Turnfest in Dübendorf mit 15 Turnern in der 6. Stärkeklasse.
1983
Für die Turnfahrt der Aktiven haben sich nur 3 Mann angemeldet, man muss wie in früheren Jahren auf die Durchführung verzichten.
Die Platzkasse erzielt einen Einnahmenüberschuss von Fr. 5`255.-, dank Mieteinnahmen von Fr. 7`700.- für das Turnerhaus. Das Turnerhaus erfreut sich grosser Beliebtheit und ist an den Wochenenden oft ausgebucht, aber nicht immer zur Freude der Anwohner, denn oft verlassen die etwas Angeheiterten das Haus recht lärmig.
Es ist ein Buebeschwinget auf unserem Sportplatz organisiert worden, OK-Chef Erwin Jakob.
Die Frauenriege kann ihr 50-Jahr Jubiläum feiern.
Die Aktiven nehmen am Turnfest in Baar in der 5. Stärkeklasse teil.
Das Chränzli mit «Die Welle rollt» war finanziell wiederum ein Erfolg, der Überschuss betrug Fr. 7`120.-, und auch das Circuit füllte mit Fr. 3`693.- die Kasse.
Die Aufwendungen für den Platzunterhalt steigen stetig, so dass man ein Gesuch an die Stadt Dietikon gestellt hat, den städtischen Beitrag von Fr. 2`000.- auf Fr. 4`000.- zu erhöhen.
Im April wurde ein neues Gesuch an die Stadt für die Platzsanierung und den Ausbau auf 6 Bahnen gestellt, auf Grund einer neuen Offerte von Walo Bertschinger in der Höhe von Fr. 1`333`480.-
1984
An der a.o. GV wird beschlossen, dass wir auf das Vorkaufsrecht für die 7`117 m2 Land, die dem SLS Bern gehören, verzichten. Damit kann die Stadt Dietikon dieses Land zum ausserordentlich günstigen Preis von Fr. 25.-/m2 kaufen. Weiter wird beschlossen, den südöstlichen Teil unseres Grundstückes gegen den nordwest-lichen, der nun der Stadt gehört, zu tauschen. Damit steht unser Turnerhaus nun endlich auf eigenem Grund und Boden. Für diese ganzen rechtlichen Erledigungen erhalten Urban Meyer und Hans Baumgartner Generalvollmacht. Nun müssen wir dem SLS auch jährlich keine Fr. 350.- Mietgebühr mehr bezahlen, die Stadt Dietikon stellt uns das Land gratis zur Verfügung.
Das Ehepaar Emmi und Ernst Köppel gibt das Amt als Hauswart ab. Die Beiden haben seit dem Bau des Hauses enorm viele Stunden unentgeltliche Arbeit geleistet. Als Nachfolger können Käthi und Ernst Hafner gewonnen werden.
Die Aktiven nehmen als Vorbereitung für das Eid. Turnfest am Kant. Juraturnfest in Les Bois mit 10 Turnern teil. Marcel Keller (Leichtathletik) und Lorenz Fränzl (Nationalturnen) erringen den Kategoriensieg.
Am Eidg. Turnfest in Winterthur erreicht die Sektion in der 10. Stärkeklasse 113,45 Punkte; dies ergibt Rang 150 von 272 teilnehmenden Sektionen. Werner Flück erringt einen Kunstturnerkranz.
Wegen Unstimmigkeiten mit dem «Eintracht»-Wirt wird das Stammlokal ins Rest. «Heimat» verlegt.
Es kriselt bei den Aktiven, vor allem mangelt es an Männern, die eine Führungsaufgabe übernehmen wollen. Deshalb wird im November in der GLTV-info-
poscht ein Inserat geschaltet: «Gesucht: Oberturner oder Technischer Leiter».
Ein Erfolg bleibt aber aus.
«S’isch ja nur es chliises Träumli gsi» lautet das Motto des gut besuchten Chränzlis.
1985
Teilnahme am Verbandsskitag in Unteriberg. Sieger im Langlauf und in der Kombination wird Urs Duc. Kurt Zimmermann schafft es in der Kombination auf den 3. Rang. Auch die Mannschaft glänzt mit einem 2. Rang unter 20 Teilnehmenden.
Am Verbandsturnfest in Watt nehmen die Aktiven mit 15 Turnern teil.
Es wird beschlossen, einen neuen Rasenmäher anzuschaffen, der allerdings
Fr. 17`360.- kostet.
Doch die Finanzen stehen nicht allzu schlecht, denn beim Chränzli 84 hat man
Fr. 9`775.- Gewinn erzielt, beim nach wie vor beliebten Turnen für Jedermann
Fr. 5`375.-.
In einem Zeitungsartikel vom 17. April steht: «Es scheint, dass im ETV Dietikon noch nicht alle Verantwortlichen und Ehrenmitglieder erkannt haben, dass der 1876 gegründete Verein nahe vor einem jähen Absturz steht».
Und es kriselt wirklich, denn personell stimmt einiges nicht mehr, die Ämter des Präsidenten und des Oberturners sind vakant, Ansprechperson ist vorübergehend Alfred Bachmann.
Auch einen ersten Jugileiter gibt es nicht mehr; die Zukunft der Jugi ist fraglich, wenn bis im Sommer kein Nachfolger für René Suter gefunden wird.
Der Verein löst im Laufe des Jahres auch seine Kunstturnerriege auf; die verbleibenden Turner werden vom KTV übernommen.
Es findet doch noch eine Abendunterhaltung in der Stadthalle statt (Motto: «Lasst die Noten tanzen»), denn die Durchführung war lange Zeit fraglich, da kein Wirtschaftschef gefunden wurde. Im letzten Moment ist dann Hermann von Rotz als Chef eingesprungen. Ein Grundsatzentscheid ist fällig, ob man weiterhin Chränzlis planen soll, da niemand mehr helfen will.
Eine Oberturnerin oder Oberturner gegen Bezahlung soll gesucht werden. All diese Unstimmigkeiten führen dazu, dass im April erstmals eine Projektgruppe tagt, die eine Neustrukturierung des Vereins zum Ziel hat.
Erstmals wird auf Antrag der Elternschule ein Weihnachtsmarkt durchgeführt, auch der STV nimmt daran mit einem Stand teil.
1986
Am 6. Juni findet die Gründungsversammlung betr. Neuorganisation des STVD mit ca. 200 Teilnehmern statt. Alle Riegen sind mit den Vorschlägen einverstanden, es gibt nun einen Zentralvorstand. Präsident: Urban Meyer, Vizepräsidentin: Lydia von Rotz, Finanzchef: Ernst Müller, Technische Leitung: Mirella Rutz, Präsident Betriebskommission: Walter Süss.
Der Zusammenschluss zu einem Gesamtverein erfolgt nicht zuletzt aus dem Grund,
dass es den einzelnen Riegen nicht mehr gelingt, genügend Vorstandsmitglieder zu rekrutieren. Gleichzeitig erhofft man sich einen besseren Kontakt unter den Riegen - eine Hoffnung, die nur teilweise in Erfüllung geht. Die Kontakte zwischen der DR und der FR werden sehr eng, da in beiden Riegen Mitgliederschwund herrscht. Die Verschmelzung zu einer einzigen Riege wird in späteren Jahren auch beschlossen. Auch der Kontakt zwischen den Aktiven und der DR verbessert sich, aber vorwiegend deshalb, weil die Aktiven auf Athletinnen angewiesen sind, um überhaupt noch an einem Turnfest teilnehmen zu können. Hingegen herrscht zwischen der AR und der MR Funkstille, obschon die Aktiven eigentlich das Rohmaterial für die MR sind.
Werner Fellmann tritt als Leiter des Turnens für Jedermann zurück.
Das erste Chränzli als STVD findet als Modeschau statt.
1987
Das Leiterproblem in der Jugi wird dramatisch, der Haupt- und der 2. Leiter treten zurück, ebenso 2 junge Hilfsleiter. Wenn bis im Frühjahr kein Ersatz gefunden wird, bleibt für die jüngere Riege nur ein Neunzehnjähriger ohne Ausbildung und für die älteren überhaupt niemand mehr.
Sascha Majer hat als Nachwuchskunstturner sehr gute Resultate erzielt, in der Leistungsklasse 4 2x Rang 1, 2x Rang 2 und 1x Rang 3. In der LK5 errang er an verschiedenen Wettkämpfen 4 Kränze und an den Liechtensteiner Meisterschaften 3x Gold, 2x Silber und 1x Bronze.
Zum ersten Mal seit dem Zusammenschluss besucht der STVD ein Turnfest, das Kantonale in Wetzikon mit guten Leistungen, die DR und die MR erkämpfen sich in der 2. Stärkeklasse je einen 2. Rang. Albert Zimmermann holt sich bei 1170 Teilnehmern einen hervorragenden 10. Rang.
Willi Baumgartner findet genügend Sänger mit guten Stimmen, um wieder ein Chörli zu bilden. Sie werden wöchentlich proben und erhalten eine Spende aus der
Jasskasse, mit der sie ein Keyboard im Wert von Fr. 500.- kaufen können.
Auch die Faustballer haben in der Meisterschaft gut gespielt, der STV1 belegt in der 2. Liga Rang 2 und STV4 siegt in der 5. Liga und steigt auf. STV1 hat an 8 Turnieren teilgenommen und 3x gesiegt.
Im Mai findet die 1. GV nach dem Zusammenschluss statt mit 98 Teilnehmenden.
Jetzt werden auch die Mitgliederzahlen bekannt gegeben, sie sind imposant: Aktive 46, MR 74, Damen 62, Frauen 77 = total 594 Mitglieder.
Im November machen wir eine «Kreuzfahrt» durch die Stadthalle Dietikon.
1988
Der Verein nimmt am Turnfest in Höri teil, die Aktiven erzielen kein gutes Resultat, aber es gibt in verschiedenen Disziplinen von Einzelturnern 2x Rang 1, 2x Rang 2 und 1x Rang 3.
Die Aktiven haben mit Bruno Meier einen neuen Präsidenten gefunden.
Der Verein bekommt ein eigenes Publikationsorgan, die STVD-Nachrichten mit Bruno Staub als Redaktor. Nach 3 Probenummern wird die Einführung definitiv beschlossen. Dank dieser an alle Vereinsmitglieder abgegebenen Broschüre erfahren alle, was in den anderen Riegen läuft, denn der Kontakt zwischen den einzelnen Riegen lässt zum grossen Teil noch stark zu wünschen übrig.
Ein tolles Chränzli findet unter dem Motto «Kintop» statt.
1989
Die Stadt Dietikon ist 900 Jahre alt geworden. Am grossen Fest hat sich auch der STVD mit einem Stand beteiligt und dabei 2170 Würste verkauft, was zu einem Gewinn von Fr. 10`500.- geführt hat. Wir waren mit einer grossen Gruppe auch am Umzug dabei.
Urs Faes tritt als langjähriger Leiter des Turnens für Jedermann zurück, mit ihm auch Monika Hirt. Neu amtet Marlies Eggenberger, aber allein schafft sie es nicht. Wenn in nächster Zeit kein 2. Leiter gefunden wird, wird dieses Trainingsangebot, das wir während Jahrzehnten auch finanziell sehr erfolgreich angeboten haben, der Vergangenheit angehören. Aber es kommt nicht so schlimm. Man hat per Inserat eine Leiterin gesucht, und Liselotte Röthele aus Urdorf hat sich zum Glück gemeldet.
Die vor Jahren erfolgte Landabtretung wird nun auch notariell beglaubigt. Die Vorbereitungen für den Ausbau der Anlage auf 6 Bahnen sind abgeschlossen, mit Walter Flory wurde auch ein tüchtiger Leiter der Baukommission gefunden, der dank seiner beruflichen Funktion auch tüchtig finanziellen Druck auf die potentiellen Auftragnehmer ausüben kann.
Der Vertrag betr. Umbau Platz mit der Stadt Dietikon wird abgeschlossen, sie leistet
daran nun einen ordentlichen Beitrag von max. Fr. 360`000.- und zusätzlich max.
Fr. 1`155`000.- Sonderzahlung.
Die Aktiven beteiligen sich zusammen mit der Damenriege am Berner Mittelländischen Turnfest in Konolfingen: Premiere der gemischten Gymnastik-Gruppe mit 32 Mitgliedern (davon ein riesiger Schub von bisherigen Jugendlichen mit Jahrgang 1973/74, insgesamt gegen 20 Jungen), unter der Leitung von Daniela Kunz und Hansruedi Rutz, die sich jeweils am Freitagabend zum Training traf.
Nach heftigen Diskussionen bewilligen die GV-Teilnehmer den Kauf eines Blechcontainers zum Versorgen der Platzpflegegeräte.
Die Frauenriege führt die Abgeordnetenversammlung des Kant. Frauenturnverbandes in der Stadthalle durch mit gegen 700 Delegierten.
Die Damenriege besteht seit 75 Jahren. Zur Feier des Geburtstages organisiert der Vorstand unter der Präsidentin Ruth Eicher eine Überraschungsreise ins Tessin. Ausserdem organisiert sie die Schweiz. Jugendmeisterschaften im Kunstturnen in der Stadthalle mit rund 200 Wettkämpferinnen. Als OK-Chef amtet Werner Müller.
Wegen mangelnder Beteiligung soll die grosse Jugendriege aufgelöst werden und die verbleiben-den Buben in die Aktivriege integriert werden. Wenn wieder Interesse besteht, soll sie wieder weitergeführt werden.
Die Männerriege startete mit gutem Erfolg am Turnfest in Wülflingen: Mannschaft Rang 5 von 20 und Albert Zimmermann im Einzel-LA-Mehrkampf mit einem super 4. Rand.
1990
Am 7. Juli beschliesst der Gemeinderat einstimmig die Genehmigung des Vertrages über den Platzumbau. An der Sitzung nehmen auch rund 50 Mitglieder des STVD als interessierte Zuhörer teil.
Im September findet das Vorhaben auch bei den Stimmbürgern offene Ohren mit 2996:1528 Stimmen.
Der STV hat sich im Vorfeld auch mächtig ins Zeug gelegt, mit einem Faltprospekt, einem prächtigen Modell und einem Auskunftsstand.
Am 3. November wird mit einer grossen Baumfällaktion der Frondienst gestartet, und die Helfer kommen: An diesem ersten Tag werden bereits 250 Frondienststunden geleistet. Albert Zimmermann wird zum Bauleiter ernannt.
An der GV wird beschlossen, dass wir uns für die Durchführung der Abgeordnetenversammlung des STV im Jahr 2003 bewerben sollen. Man vertröstet uns von Aarau aus aber auf das Jahr 2004.
Der Verein wählt einen neuen Fähnrich – mit Doris Brunner erstmals eine Fahnenfrau.
Das Chränzli steht in diesem Jahr unter dem Motto: «En Tag z’Dietike».
An der GV nehmen 115 Mitglieder teil, der Gesamtbestand beträgt 507, ein Rückgang von 29.
Der STVD führt die Schweizer Meisterschaften im Nationalturnen Jugend und Junioren durch und zeitgleich auch die Schweizer Meisterschaften im Steinstossen; als OK- Präsident amtet Erwin Jakob.
Am Turnfest in Embrach hat die Männerriege geglänzt mit einem 2. Rang von 35, die Faustballer haben in der Kat. B gesiegt, und Ernst Hafner wird 5. von 592 Männerrieglern.
An dieses Turnfest reist eine grosse Gruppe, total 67, davon sind 35 weiblichen Geschlechtes.
1991
In Luzern findet das Eidg. Turnfest statt. Der STVD nimmt mit allen Riegen daran teil. DR, FR und AR landen in den hinteren Rängen, aber die MR belegt in Kat. 1 den hervorragenden 5. Rang bei 241 Startenden.
Arlette Hunger steigt im 4-Kampf Leichtathletik als 3. von 558 auf das Siegerpodest, und der junge Reza Dinali wird im Geräteturnen sogar 2. von 24.
Auf dem Sportplatz wird ab dem 2. Mai mit viel Elan offiziell umgebaut, aber wir leisten vorher schon viele Frondienststunden.
Auf das Jahresende treten Käthi und Ernst Hafner als Hauswartehepaar zurück. Auch sie haben mit viel Einsatz während 7 Jahren unser Turnerhaus im Schuss gehalten.
An der GV wird die Anschaffung einer neuen Fahne beschlossen.
Das Aroser Faustballturnier wird zum 25. Mal durchgeführt. Der STVD spielt dort seit vielen Jahren. Auch dieses Jahr reisen 11 Spieler und 19 Begleitpersonen nach Arosa, und unsere Faustballer werden hinter Oberbüren hervorragende Zweite.
Die Männerriege tourt auf ihrer 2-Tageswanderung mit Ross und Wagen durch den Jura, allerdings kippt der Wagen und fordert einen Verletzten.
An der GV wird Ruth Eicher zum Ehrenmitglied ernannt, und Willy Baumgartner, der während Jahrzehnten enorm viel für den Verein geleistet hat, wird Ehrenpräsident.
1992
Der Platzumbau ist beendet. Der STVD hat 4310 Frondienststunden geleistet, allen voran Albert Zimmermann deren 589 und Walter Flory 569. Beim Umbau engagierte sich auch die Aktivriege kräftig, vor allem beim Bau des Geräteschopfs.
Der städtische Beitrag wurde zuerst um Fr. 70`000.- erhöht, dann zusätzlich der Teuerung angepasst und betrug schlussendlich Fr. 1`828`000.- Auch der Sporttotobeitrag stieg von Fr. 225`000.- auf Fr. 340`000.-
Die Baukommission wird an der GV aufgelöst, laut Walter Flory hat beim Platzbau alles geklappt. Die Eigenleistung des STVD betrug riesige Fr. 144`356.-, denn geplant waren nur Fr. 60`000.-.
Die Betriebskommission wird neu in eine Platzverwaltung umbenannt. Verwalter: Walter Flory, Platz: Albert Zimmermann, Gebäude: Heinz Huber, Zelt: Erhard Mühle, Kasse: Heinz Vaselai. Für die Haus- und Platzmiete wird ein Reglement erstellt.
Das Turnen für Jedermann wird wegen mangelnder Beteiligung an den Stunden von 19-20 Uhr aufgegeben.
Die Mädchenriege reist mit 37 Meitli an den Wettkampf in Birmensdorf.
Bruno Meier übergibt die Leitung der Aktivriege an Beat Weilenmann als Präsident, mit Roger Bachmann (dem heutigen Stadtpräsidenten) als Kassier.
Die Aktiven messen sich sogar an 2 Festen, am Verbandsfest in Zell/Rikon und am Zuger Kantonalturnfest in Cham, mit mittleren Resultaten und einigen Auszeichnungen.
Auch bei den Frauen machen die Altersjahre keine Pausen; deshalb gibt es seit April eine Seniorinnengruppe mit ca. 25 Frauen.
Kunst- bzw. Geräteturnen ist bei jungen Damen beliebt: 30 Meitli starten an bis zu 7 Wettkämpfen und erringen diverse Auszeichnungen.
Hingegen ergibt sich beim Seniorenturnen ein tristes Bild: durchschnittlich sind nur 6,65 Senioren in der Halle anzutreffen.
Jakob Zatti ist nach 24 Jahren als Obmann der Veteranen zurückgetreten.
Auch die Faustballer haben im Winter nicht schlecht gespielt, an 8 Turnieren waren sie 2x Erste und 1x Zweite.
Für das Chränzli hat zum wiederholten Mal Franz Freundorfer senior ein prächtiges Bühnenbild gekünstelt.
Margrit Baumgartner wird an der GV zum Ehrenmitglied erkoren.
1993
Der umgebaute Sportplatz wird vom 4.-6. Juni mit einer grossen Feier offiziell eröffnet. Gleichzeitig wird auch die neue Fahne eingeweiht. Fahnengötti ist Emil Frei, Fahnengotte Lydia von Rotz und Fahnenfrau Doris Brunner.
Auf unserem Platz findet ein von den Aktiven gemanagter LA-Vergleichswettkampf statt.
Auch an der diesjährigen GV ist die Beteiligung mit 123 recht hoch.
Die Beteiligung an der Frauen-GV ist mit 75 sogar noch imposanter.
Die Frauenriege wird 60 Jahre alt und organisiert eine Reise auf die St. Petersinsel. Beim Einkauf von Sportgeräten wird mit der grossen Kelle angerichtet, an die Kosten von Fr. 21`000.- erhalten wir Fr. 11`000.- Subventionen. Die Läufergruppe ist an 13 Volksläufen dabei, das sind aber doch schon ein Viertel weniger als das Jahr zuvor.
Seit 15 Jahren spielen wir am Jahresende Curling, dieses Jahr mit einer Rekordteilnehmerzahl von 32 Männerrieglern und 16 Frauen in der Baregghalle.
Im Mai organisiert die DR einen Kant. Kunstturnerinnentag.
Man hat einmal ausgerechnet und veröffentlicht, was uns unser Platz jährlich kostet: ca. Fr. 67`000.-, davon Fr. 50`000.- Frondienstleistungen, ca. Fr. 17`000.- fixe Kosten. Daran zahlt die Stadt Fr. 4`000.-, die Vermietung von Haus und Platz bringen Fr. 9`000.-, die übrigen Platzbenützer Fr. 2`000.- und div. Einnahmen Fr. 1`500.-, sodass wir trotzdem ein ausgeglichenes Budget haben.
1994
Am Turnfest auf dem Hönggerberg wird Ernst Hafner Turnfestsieger im MR-Einzelwettkampf und Raphael Hugi und Rolf Roth Kategoriensieger im Kunstturnen. Die Aktiven glänzen weniger mit Rang 19 von 21 in der 5. Stärkeklasse.
Wir organisieren die Abgeordnetenversammlung des STV mit ca. 500 Delegierten in der Stadthalle und stellen dazu 165 vereinseigene Helfer. Am Sonntag sind alle Delegierten zu einem Ausflug auf den Uetliberg eingeladen. Wir erhalten viele Dankesschreiben für die ausgezeichnete Organisation. Als OK-Präsident wirkte Urban Meyer.
Auf dem Turnplatz organisiert die Damenriege den Kant. Meitliriegentag mit 700 Teilnehmerinnen.
GV mit 140 Teilnehmenden. Lange Diskussion über den Umbau im Turnerhaus, d.h. über eine Vergrösserung des Aufenthaltsraumes und Änderungen bei den Duschen - mit 75:56 Stimmen angenommen; die Kosten von total Fr. 43`860.- gehen zu Lasten der Platzverwaltung.
Das Chränzli findet unter dem Motto «Villa Kunterbunt» statt. Es dauert aber lange, bis ein Wirtschaftschef gefunden wird. Schlussendlich teilen sich 3 Aktive in diese Aufgabe.
Ein Antrag an der GV, die Abgeordnetenversammlung des KVZ 1996 zu übernehmen, wird abgelehnt.
Die Kutu-Riege hat das Problem, dass sie in 3 verschiedenen Hallen turnen muss.
Die Faustballer STV1 erringen am Schlussspieltag überraschend den 1. Rang und steigen in die 2. Liga auf.
1995
Seit diesem Jahr besteht eine LA-Gemeinschaft von den 3 Vereinen STVD, KTV und Satus, anfänglich unter der Leitung von Marcel Keller, später von Davide Bianchi. Leider entwickelt sich die LG Dietikon nicht nach den Erwartungen der Leiter und den vorhandenen Trainingsmöglichkeiten. Es fehlt am Interesse der jungen Athleten.
An der GV gibt es eine rege Diskussion, ob das Chränzli nur noch alle 2 Jahre durchgeführt werden soll. Für 1995 wird es abgesagt.
Bei den Senioren wird in der letzten Jahresturnstunde erstmals eine Olympiade ausgetragen, ein Wettkampf mit 10 verschiedenen Disziplinen. Diese wird in leicht geänderter Form bis heute weitergeführt.
Wir organisieren die Einzel- und Staffelmeisterschaften des GLTV mit ca. 500 Athleten.
Die Aktiven starten zusammen mit der Damenriege am Berner Seeländischen Turnfest in Täuffelen in der 6. Stärkeklasse und erreichen den 12. Rang von 17 Sektionen.
Im August organisiert Marlies Eggenberger für die Damenriege ein Plausch Weekend, bei dem es für einige Damen mit einem Gleitschirm in die Luft geht und andererseits eine gute Skifahrerin am Skilift mit dem Trottinett forfait gibt.
Am grossen Jodlerfest betreibt der STVD einen Stand mit gutem Erfolg.
Neu bietet der Verein ein KITU-Turnen an.
Peter Zollinger wird Ehrenmitglied.
1996
Der STVD wird 120 Jahre alt.
Das Chränzli startet unter dem Titel «Freizeitpark» und bekommt gute Kritiken, unter anderem mit einer Nummer, bei der auch die Dietiker Politiker auf der Bühne und sämtliche Besucher in der Halle mittanzen müssen
Am Curlingturnier nehmen dieses Jahr 12 Mannschaften teil.
Die Damenriege organisiert nochmals den Kant. Meitliriegentag. Die 540 Meitli werden von 150 Helfern und Helferinnen betreut. Dietikon siegt in der Gymnastik, und Monika Strebel erreicht Rang 2 im Einzelwettkampf.
Am Eidg. Turnfest in Bern glänzt der Verein, im Gegensatz zum letzten Eidgenössischen in Luzern, mit einer
Ausnahme nicht – dafür stellt er wohl eine der grössten Gruppen seiner Geschichte. Ausser-dem bleibt ein 10-tägiges Zeltlager im «Eichholz» am Aare-Ufer in bester Erinnerung. Die Aktiven belegen im Sektionswettkampf Rang 248 von 255, die Damenriege im Vereinswettkampf Rang 279 von 319, die Frauenriege im Fit-Pla-Fra Rang 126 von 139 und die Männerriege Rang 384 von 485. Einzig die Senioren glänzen mit Rang 11 von 202.
Die einwöchigen Auslandreisen der Männerriege sind nun nicht mehr nur für die chronischen Jasser zugänglich - mit 11 Trinkfreudigen wird die Gegend von Beaune in Frankreich heimgesucht.
1997
Die Aktiven bekommen mit Guido dal Canton einen neuen Präsidenten und ein üppiges Sommerprogramm. Türlersee-Triathlon, Indoor-Go-Cart in Rümlang, Klettergarten Schlieren, Rodelbahn Filzbach, Kanufahren, Besuch KKW Beznau. Aber das Echo hält sich mit stets nur etwa 7 Teilnehmern in Grenzen.
Für das Turnfest WaDiBrü bleibt allerdings nur das total miese Wetter als Entschuldigung für das schlechte Abschneiden, die MR wurde immerhin 11. von 28.
Die Faustballer STV1 erringen Rang 2 in der Meisterschaft, können an den Aufstiegsspielen in die 2. Liga teilnehmen, reüssieren aber nicht. Auch die Senioren spielen sich auf Rang 2.
Urban Meyer hat den Verein seit dem Zusammenschluss geführt und gibt nun die Leitung in jüngere Hände. An der GV wird Hansi Ungricht zum neuen Vereinspräsidenten gewählt.
1998
Die Männerriege kann ihr 75-jähriges Bestehen feiern. Die erste Gründung erfolgte zwar schon am 7. Mai 1914 mit 17 Mitgliedern, wurde aber am 27. Mai 1916 wegen des 1. Weltkrieges wieder aufgelöst. Die 2. Gründung erfolgte dann am 10. August 1922 mit 18 Mannen.
Urban Meyer hat zwar das Vereinspräsidium vor einem Jahr abgegeben, ist aber bereit, weiterhin Aufgaben im Rahmen des Turnens zu übernehmen, und wird in die Zentralobmannschaft der Eidg. Veteranen gewählt.
Nach 20 Jahren Jassmeisterschaft, in denen sich stets nur Männer duellierten, starten dieses Jahr nebst 22 Mannen auch 8 Frauen.
Das Chränzli startet unter dem Namen «D`Nadle im Heuhufe» und bringt Fr. 5`743.- Gewinn.
An der GV nehmen 119 teil, der Verein zählt nach einem Rückgang von 30 Häuptern nur noch 448 Mitglieder.
Wir führen am 5. Mai das 1. Leichtathletik-Abendmeeting auf unserem Platz durch. Es war schwierig, einen meetingfreien Abend zu bekommen. Der Aufwand hat sich auch kaum gelohnt, denn es kommen lediglich 64 Athleten, wir aber stellen 40 Helfer; dazu kommen der Starter, die Schiedsrichter und brevetierte Kampfrichter, also ein Verhältnis von ca. 1:1.
Am 2. Meeting 14 Tage später sind zwar 4 mehr am Start, dafür herrscht miserables Wetter.
1999
Wir probieren etwas Neues aus. Im November laden wir dank der Initiative von Peter Zollinger erstmals zur Turnermetzgete ein. Der Erfolg ist gut. Das bleibt auch einige Jahre so, bis uns dann ein praktisch zur gleichen Zeit stattfindendes Bier-Oktoberfest die Kunden bzw. Gäste wegnimmt.
Es wird wieder ein Stadtfest durchgeführt. Wir sind auch dabei, der Erfolg ist angesichts des grossen Aufwandes bescheiden.
Wir müssen uns in hohe Ausgaben stürzen, der Rasenmäher hat das Pensionsalter erreicht und muss einem Neuen für ca. Fr. 20`000.- weichen.
Die Männerriege wandert im Herbst im Oberhalbstein und wird am 2. Tag schwer verregnet, ja ein Unglücksrabe übt sich sogar als Schwimmer im Bergbach. Aber der Abschluss in einem Savogniner Hotel ist versöhnlich.
Die Seniorengruppe wird 20 Jahre alt.
Wir organisieren im September den Erdgas-Athletik-Cup und werden von der Jugend enttäuscht: 197 Mädchen und Knaben hatten sich angemeldet, 10 meldeten sich ab, und 50 erschienen einfach nicht.
Am Kant. Turnfest in Dübendorf werden die Senioren 8., und Willi Vogel steigt beim den Leichtathletik-5-Kampf der Senioren als 2. auf das Podest.
2000
Wir organisieren erneut die Leicht-athletik-Einkampf- und Staffelmeister schaften des GLTV bei gutem Wetter mit fast 500 Teilnehmern.
Noch einmal quälen wir uns bei miesem Wetter und lediglich 58 Startenden durch ein Abendmeeting. Der Wille, etwas auf unserer prächtigen Anlage zu organisieren ist zwar da, aber wir bekommen keine günstigen Termine zugeteilt, und die Bereitschaft unserer Mitglieder, als Helfer mitzutun, hat auch nachgelassen. Deshalb verzichten wir in Zukunft auf solche Meetings.
Am Turnfest in Rafz erringt Willi Vogel im Leichtathletik-5-Kampf der Senioren Rang 4, aber im Sektionswettkampf schaut wieder nur ein Rang 32 von 36 heraus.
Im September findet im Geräteschopf auf dem Turnplatz eine grosse Materialentrümpelung statt.
Im Oktober wird das Muki-Turnen 25 Jahre alt, und das Kitu-Turnen bieten wir auch
schon 5 Jahre lang an.
Im September organisieren wir unter der Leitung von Peter Ritz den Regionalen
Jugendwettkampf auf unserem Sportplatz.
Am Chränzli mit dem Motto «Big Tschipp» zeigen sich 240 Turnerinnen und Turner in 17 Nummern auf der Bühne; als OK-Präsident amtet Beat Weilenmann.
Die 1. Mannschaft der Faustballer qualifiziert sich für die Aufstiegsspiele in die 2. Liga, muss aber wegen Spielermangel darauf verzichten.
11 reisefreudige Männerriegler fahren für eine Woche in die Toscana für eine «Mineralwasserkur».
Das vollständige Turnerchörli (15 Mann) reist ins Elsass.
Urban Meyer kann das komplette Vorstandsgremium der Eidg. Veteranen für seine Sommertagung in unserem Turnerhaus begrüssen.
2001
Der STVD wird 125 Jahre alt. Dieses Ereignis wird mit einem grossen Galaabend mit 370 Gästen im Hotel Salmen in Schlieren gefeiert, mit einem tollen Rahmenprogramm und einer Tombola mit über 100 Früchtekörben. Geplant war der Anlass in der Stadthalle Dietikon, aber in einer Brandruine lässt sich schlecht feiern.
Auch die GV ist mit 201 Teilnehmern überaus gut besucht.
Bei der Jugi kriselt es wieder, für beide Riegen gibt es nur 3 Hilfsleiter.
Wir bekommen eine neue Einnahmenquelle: die Telecomfirma Orange will auf unserem Turnplatz einen Antennenmast aufstellen und uns als Entschädigung jährlich Fr. 5`500.- bezahlen. Der Verein stellt aber die Bedingung, dass der notwendige Schopf passend zu unserem Gerätehaus gebaut werden muss.
An der Jassmeisterschaft beteiligen sich 32 Spieler, die Männer müssen sich aber von Ida Hirczy geschlagen geben.
Die Aktivriege organisiert im Januar in Aesch ein Badminton-Turnier mit 15 Teilnehmenden, gewonnen wird es von Doris Brunner vor Hansi Ungricht.
Die Statutenrevision von 1999 war unbefriedigend; in 27 Sitzungen wurden sie nun nochmals überarbeitet und werden 2002 zur Abstimmung gelangen.
Die Turner bieten unter Peter Zollingers Regie wieder eine Turnmetzgete an. Einige Damen und Aktive erringen einen grossartigen Sieg in einer neuen Disziplin, nämlich beim Schneeskulpturenwettbewerb im Dezember.
Im Januar leitet Stefanie Zeiter zum ersten Mal die Turnstunde der Männerriege.
Die chronischen Molotow-Jasser haben eine neue Wirkungsstätte gefunden: In den nächsten 10 Jahren fahren sie nun jährlich hinauf auf den Brünig als Gäste von Erich Vogler.
Willi Vogel tritt als Oberturner der Aktiven zurück und wird von Guido Giacomini abgelöst. Dagegen ist die Jugileitung immer noch vakant.
2002
Beim Zürcher Erdgas-Athletik-Cup, den wir auf unserem Platz durchführen, können wir mit 309 Startenden eine gute Beteiligung vermelden; zusätzlich starten dann noch 137 zum 1000m-Lauf.
Der STVD hat neu eine Internetseite: www.stv-dietikon.ch.
Bei den grossen Mädchen wird der Betrieb vorläufig eingestellt, es gibt keine Leiterinnen mehr.
An der GV werden nun die neuen Statuten nach 30 Sitzungen genehmigt.
Die Jassmeisterschaft findet mit 7 Frauen und 25 Männern statt.
Auch das Bierfest findet Anklang, denn über 50 Durstige sind dabei.
Für die Metzgete liefern unsere Gärtner 80 kg Kabis aus den eigenen Gärten und produzieren gut mundendes Sauerkraut.
Bei den STVD-Frauen ändert sich einiges. Die Damenriege hat Teilnehmermangel und will sich daher weiteren Kreisen öffnen. Als Versuch turnen ab dem 2. Semester 4 Gruppen in 4 Hallen: POWER / FIT UND FUN/ EVERGREEN / WELLNESS.
Am Eidg. Turnfest in Liestal/BL resultiert im Sektionswettkampf Rang 127 von 156.
Das Turnerchörli ist stets aktiv und fährt mit Anhang zur Sauschwänzlebahn im Schwarzwald.
Wir haben in den letzten Jahren insgesamt 6 LA-Anlässe organisiert mit Dutzenden von Helfern. Als Belohnung werden sie zu einem Helferessen eingeladen. Weitere Wettkämpfe können wir aber in der nächsten Zeit nicht mehr anbieten, denn die Bahn weist grosse Schäden auf.
2003
Die Frauenriege wird 70 Jahre alt. An ihrer GV mit 87 Anwesen-den entscheiden sie sich mit 24:18 Stimmen und etlichen Enthaltungen für einen Zusammenschluss mit der Damenriege.
Helga Reheis wird an der 1.Riegenversammlung nach dem Zusammenschluss als Riegenleiterin gewählt.
Der Verein zählt nur noch 377 Mitglieder, also ein bedauerlicher Rückgang von weiteren 30 Köpfen.
Erstmals können wir in der neu aufgebauten Stadthalle wieder ein Chränzli durchführen, Motto «Mottenkiste».
An der offiziellen Neueröffnung der Stadthalle sind unsere Rope Skipperinnen mit enorm vielen Jumperinnen dabei.
Die Seniorengruppe besteht nun seit 25 Jahren; diesen Anlass kann man dank einer Spende der Männerriege von Fr. 1`000.- im Turnerhaus zusammen mit den Angetrauten gross feiern.
Die KUTU-Riege besteht seit über 20 Jahren. Jetzt drohen aber grosse Probleme, da 3 Leiter
zurücktreten. Die Metzgete kann durchgeführt werden, aber das OK will jetzt zurücktreten, und die
Zukunft bleibt im Moment offen.
Wir stellen ein Gesuch an die Stadt, dass sie die notwendige Reparatur der Tartanbahn bezahlt, die Kosten belaufen sich immerhin auf Fr. 400`000.-.
Die reisefreudigen Männerriegler reisen wieder nach Italien ins Piemont nach einem Programm, das Hansi Ungricht und der Weinhändler Remo Barili zusammengestellt haben.
Bei den Veteranen gibt es einen Obmänner-Wechsel: Peter Reinhard tritt nach 10 Jahren ab und übergibt das Ruder an den bisherigen Kassier Hans Baumgartner.
Marta Giacomini und Hansruedi Maier werden an der GV zu Ehrenmitgliedern ernannt.
2004
Für das Chränzli hat es lange Zeit zu wenig Helfer. Die GV fasst deshalb einen brutalen Beschluss: Jeder wird einfach eingeteilt, und wenn er nicht kommen kann oder will, muss er einen Ersatz bringen. Ob das funktioniert, bleibt offen.
Der Gemeinderat bewilligt die Reparatur der Tartanbahn einstimmig. Die Stadt Dietikon übernimmt die Kosten für die Reparatur der Tartanbahn. Sie hat durch Abbrennen von Feuerwerk auf ihr stark gelitten und auch durch das rowdiemässige Befahren mit Bikes und Mofas. Während der Reparatur haben immer einige Mitglieder am Abend Wache halten müssen, damit niemand den frisch aufgetragenen Belag betreten hat. Die reparierte Bahn kann am 15. August eingeweiht werden.
Doris Brunner tritt als Fahnenfrau zurück, neuer Fähnrich wird Patrick Bader.
Endlich können wir am Ende eines Turnfestes wieder einmal jubeln. In Elgg sind FR, DR und MR gross im Schuss – alle werden Kategoriensieger und mit einer 24er Gruppe sogar Turnfestsieger.
Am Rhönradcup in Buochs siegt Tanja Hadorn bei der Jugend.
An der GV sind 112 Mitglieder anwesend; Bruno Staub wird Ehrenmitglied.
2005
Im Mai findet der Jugitag mit 800-900 Knaben auf unserem Platz statt, OK-Chef ist Röbi Spiess.
Hansi Ungricht tritt als Vereinspräsident zurück und wird für seine grosse jahrzehntelange Arbeit für den Verein zum Ehrenmitglied ernannt. Das Präsidentenamt bleibt vakant, und der Zentralvorstand bestand nur noch aus Doris Brunner als Kassierin und Fabio Giacomini als Mitgliederverwalter.
Wir organisieren noch einen Anlass auf unserem Platz. Im August findet der Kant. Final des Migros-Sprints bei uns statt.
Beim Turnfest in Wiesendangen starten die Aktiven zusammen mit der Männerriege und den Frauen bei Fit+Fun mit einem Alter von 16 bis 60 Jahren.
Die Volleyballgruppe der Frauen wird wegen Leitermangel aufgelöst.
Das Thema des Chränzlis heisst: «Euses Märli». Die bekannte Märchentante Trudi Gerster erzählt unser Märchen, bequem auf einem grossen Stuhl thronend (leider resultiert ein wenig märchenhafter Verlust).
2006
Nach einem Jahr ohne gewählten Präsidenten geht nun das Ruder in ganz junge Hände über. Patrick Bader stellt sich der Aufgabe, und da Patrick nicht gleichzeitig auch noch Fähnrich sein kann, wird Tina Bucher Fahnenfrau. Der Vorstand wird generell runderneuert. Ihm gehören nun Marta Giacomini als Vizepräsidentin, Peter Ritz als Aktuar, Fränzi Grünenfelder als Materialverwalterin, Röbi Spiess als Sportanlagenverwalter und die beiden Bisherigen Doris Brunner als Kassierin und Fabio Giacomini als Mitgliederverwalter an.
Teilnahme am Turnfest in Urdorf. Die Dietiker Turnerinnen und Turner fahren mit einem von einem Traktor gezogenen Wagen mit Musikboxen ans Fest. Im 3-teiligen Jugendwettkampf in der 1. Stärkeklasse erturnt man einen 6. Rang. Den gleichen Rang erringen die Frauen/Männer im 3-teiligen Wettkampf, ebenfalls in der 1. Stärkeklasse.
Die Rope Skipper haben sich mehrmals der Öffentlichkeit gezeigt, am Stadtfest sind sie 6mal aufgetreten.
Die Männerriegler sind für 5 Tage ins Südtirol gefahren, zum letzten Mal mit einem Car der Fa. Hürzeler, die kurz darauf Konkurs anmelden muss. Auch mit dem Chauffeur sind viele nicht zufrieden, ist er uns doch altersmässig überlegen und nicht allzu sicher am Steuer.
Der Regionale Jugendwettkampf, den jeder Verein turnusgemäss alle 6 Jahre durchführen muss, findet wiederum auf dem Hätschen statt. Neben der Leichtathletik-Jugend und der Mädchenriege nimmt auch die KUTU Riege teil. Teilnehmer des ReJuWe sind nebst Dietikon noch Schlieren, Urdorf, Weiningen, Oetwil-Geroldswil und Engstringen.
Für die grossen Meitli gibt es keine Leiterinnen mehr, und im Sommer 2007 muss die ältere Mädchenriege aufhören. Weil die Aktiven mit wenigen Turnwilligen auskommen müssen, erwägen sie eine Zusammenlegung mit der Männerriege, verzichten aber wegen des grossen Altersunterschiedes darauf.
Die Kunstturnerinnen erleben so etwas wie einen 2. Frühling. Sie haben nun 5 Leiter/innen und viele neue Mädchen. Deshalb werden dieses Jahr keine Wettkämpfe bestritten, sondern Aufbautraining betrieben.
Die LA-Jugend-Riege ist auch gewachsen, geleitet wird sie von Patrick Bader und Mirjam Braun.
Auch die Jugi ist wieder auferstanden, vorläufig allerdings nur mit 5 Knaben.
2007
Das Chränzli weiter in der Stadthalle durchzuführen lohnt sich nicht mehr, die Miete ist zu hoch und die Wirtschaftserträge zu gering. Man wagt deshalb eine Verlegung ins Kath. Kirchgemeindehaus – das dazu passende Motto: «Zämmerucke». Es geht ganz gut mit einem Gewinn von Fr. 2`600.-.
Es ist auch fraglich, ob man die Metzgete weiter anbieten kann, der langjährige Chefmetzger Peter Zollinger will Pause machen.
Die Aktiven planen im Sommer auf dem Platz das Training mit der MR des KTV zusammenzulegen. Es klappt aber nicht, da in Wirklichkeit mit dem KTV nur Volleyball gespielt wird.
Am Eidg. Turnfest in Frauenfeld macht eine gemischte Gruppe aus Aktiven, Frauen und Männern (Alter 20-68!) beim Fit und Fun mit, unter Regie von Ernie Gerber, aber auf den Sektionswettkampf verzichten wir. Die Volleyballer und Ropeskipper sind ebenfalls aktiv am Eidgenössischen.
Die Veteranen führen im Reformierten Kirchgemeindehaus die Halbjahres-versammlung der Eidg. Veteranen des GLTV durch. Die Beteiligung ist mit knapp 100 aber sehr schwach, und der Organisator Hans Baumgartner regt deshalb im Verband an, auf diese Halbjahresversammlungen in Zukunft zu verzichten. Dies wird auch so beschlossen und an deren Stelle ein freiwilliger Sommeranlass durchgeführt.
Marco Piller tritt als Riegenleiter bei den Aktiven zurück; Peter Ritz übernimmt ad interim die administrative und Stefan Weingart die technische Leitung.
Das Budget 2007 sieht sehr düster aus und sieht einen Verlust von Fr. 9`700.- vor (es kommt dann weniger schlimm).
Noch einmal sind die Männerriegler zur Mithilfe aufgerufen. Chaoten haben das Turnerhaus rundum verschmiert; das Gebäude muss eingerüstet werden, die Stadt Dietikon übernimmt die Kosten für Gerüstung und Farbe. Während vielen Wochen wird zuerst mit Hochdruck die Fassade gereinigt und dann mit unzähligen Pinselstrichen neue Farbe aufgetragen, die Blechteile entrostet und alle Fenster demontiert und neu beschichtet. Einmal mehr hat die Zusammenarbeit bestens funktioniert.
Marlène Durrer und Ariane Tobler werden an der GV zu Ehrenmitgliedern ernannt.
2008
Die Aktiven haben ihr Training unter der neuen Leitung von Stefan Weingart umgestellt mit der erstmaligen Durchführung einer polysportiven Vereinsmeisterschaft und dadurch grösseren Zulauf in den Turnstunden. So waren im Dezember einmal 19 Turner in der Halle, was seit 20 Jahren nie mehr vorkam. Der Turnbetrieb sah in diesem Jahr vor: 20x Basketball, 20x Fussball, 17x Sitzball, 12x Unihockey und andere Aktivitäten wie Circuit, Volleyball, Stafetten, Jogging. Im Vordergrund stehen Plausch, Fitness und Spiele. Für die Leichtathletik (Voraussetzung für Turnfest-Teilnahme) fehlt das Interesse und ein entsprechender Trainer.
Die Männerriege erhält mit Willy Bieri einen neuen Vorsitzenden.
Die Rope Skipper sind im Laufe des Jahres 5x aufgetreten.
Claire und Debbi Henke springen als Nothelfer als Platzverwalter ein.
Die Kutu-Gruppe steht kurz vor dem Aus, aber im letzten Moment konnte eine prov. Hilfsleiterin gefunden werden.
Auch bei den Frauen gibt es einige Probleme, wegen Leiterinnenausfall muss das Aerobic gestrichen werden, und es gibt auch sonst viele Aus- und Übertritte.
Dafür klappt es bei der LA-Jugend und den jungen Ropeskipperinnen und den Rhönrädlerinnen.
An der GV ist wieder einmal ein neuer Vereinstrainer ein heisses Thema.
Nachdem niemand des bisherigen OK’s die Metzgete mehr organisieren wollte, wagen sich Doris Brunner und Fränzi Grünenfelder zu zweit an diese Aufgabe.
Doris Brunner und Manfred Jungen werden neue Ehrenmitglieder.
2009
Nach der Anschaffung von neuen Gwändli und Trainer im vergangenen Jahr müssen die jungen Kunstturnerinnen definitiv aufhören resp. zu Urdorf wechseln, da die Leiter fehlen.
Die Evergreen-Frauen turnen jetzt zusammen mit den Satus-Frauen, da beide mit Leiterproblemen und zu geringem Turnstundenbesuch kämpfen.
Die Rope Skipper brillieren an der Schweizer Meisterschaft in Möriken mit 5 Podestplätzen und 4 Auszeichnungen.
Der STVD bewirbt sich um die Durchführung des Kant. Final des Erdgascups und erhält den Zuschlag; dieser findet im August auf dem «Hätschen» statt.
Der Verein war am Turnfest in Pfungen mit einer gemischten Gruppe dabei.
Für dieses Jahr war ein Chränzli geplant, und man hätte mit viel Mühe ein aktionsfähiges OK aufstellen können. Aber man hat sich zu spät um den Austragungsort bemüht, so dass beide Kirchgemeindehäuser im November schon anderweitig belegt waren. Ein weiteres und diesmal zum letzten Mal wird die Metzgete des STVD durchgeführt.
2010
Die Jasser fahren zum letzten Mal auf den Brünig, Erich Vogler gibt sein «Chalet» auf. Es waren 10 herrliche Jahre in der frischen Bergluft.
KTV und STVD spannen zusammen und organisieren einen Kunstturnerländerkampf Weissrussland-Estland-Schweiz und zusätzlich den Zürcher Nachwuchswettkampf mit 200 jungen Turnern.
An der Maiwanderung der Wandergruppe gibt es fast einen Teilnehmerrekord: 53 Männer und Frauen haben die Wanderschuhe geschnürt.
Eigentlich wäre schon 2009 ein Chränzli «fällig» gewesen, aber es waren keine Säle frei. Es sieht auch für dieses Jahr schlecht aus, man hat Mühe Leute für ein OK zu finden, und die älteren Turnerinnen und Turner wollen auch nicht mehr auf der Bühne auftreten. Deshalb wird ein Alternativprogramm für die Kinder, für die Rope Skipper und Rhönrädlerinnen im Ref. Kirchgemeindehaus auf die Beine gestellt.
Der STVD reist ans Turnfest in Bulle mit 13 Aktiven und 10 Frauen. Doris Brunner meldet an der GV, dass sie in einem Jahr als Kassiererin zurücktreten werde. (NB: Dieses Jahr wird ziemlich lang werden, denn 2026 führt sie die Kasse immer noch)
2011
Doris Brunner sagt zu, als Nothelferin noch ein weiteres Jahr die Zentralkasse zu führen, wird jedoch neu durch Gaby Baumberger unterstützt, die nun die Jugendkassen führt.
Der Mitgliederbestand ist weiter geschrumpft auf 252 Köpfe.
22 Männer reisen unter der Führung von Heinz Vaselai für eine Woche ins Tirol nach Lans.
Bei den Aktiven tritt Stefan Weingart als technischer Leiter zurück. Marco Piller übernimmt diesen Job wieder mit einem «Gremium» von Co-Leitern.
Die STV`ler nehmen am Kant. Turnfest in Wädenswil teil, inkl. eines Show-Auftrittes
der Rope Skipperinnen. Zu Werbezwecken wird etwas Neues ins Leben gerufen, das FiSpaFrü. In den Hallen des Zentralschulhauses werden für alle öffentlich zugängig diverse sportliche Angebote vorgestellt. Der Erfolg bleibt jedoch aus.
Es gibt weder Metzgete noch Chränzli, und auch jeder Vorschlag, etwas zu organisieren, damit sich die Kleinen einem Publikum präsentieren können, findet keinen Anklang.
Bei den Männern sind durchschnittlich 20 in der Halle, und an der Olympiade kämpfen sogar 21 um den Titel.
2012
Bruno Staub war 25 Jahre lang Redaktor der STVD-Nachrichten. Dieses wird nun sein letztes sein.
Die Aktiven reisen ans Turnfest in Oberburg/BE. Im Bericht steht: «Wir waren gut, haben aber noch Verbesserungspotential.» Das ist auch klar, denn mit dem Training wird erst im Mai begonnen.
Bei den Veteranen hat sich nach jahrelangen Diskussionen etwas grundlegend geändert. Sie dürfen nun auch Frauen als Mitglieder aufnehmen.
Die Wandergruppe ist im Juli zum 150. Mal unterwegs. Sie wandert von Ittigen zum Nussbaumersee, kann dort herrlich grillieren und sogar noch baden und wandert dann weiter nach Stammheim.
Im September wird zur Platzputzete aufgerufen, anwesend sind aber nur 3 Vorstandsmitglieder und sonst niemand. Im Juni kam sogar überhaupt niemand.
Beim Swiss Rope Skipping Championship in Kriens erringen unsere «Seiligumper» in verschiedenen Kategorien total 6 Podestplätze.
Bei den Frauen tritt Ernie Gerber als Leiterin zurück - nun haben die Frauen keine eigenen festen Leiterinnen mehr. Nun sollen alle Frauen zusammen turnen.
Als Versuch wird ab Februar ein ZUMBA-Kurs angeboten. Im ersten Jahr mit Carlo Eichenberger als Trainer ist der Erfolg riesig, ist die Halle doch Montag für Montag voll mit vielen motivierten Mitgliedern. Auch finden viele Nichtmitglieder den Weg zu uns.
Bei der Männerriege wird Urs von Tobel neuer Trainingsleiter.
An der GV diskutiert man heftig, ob man das defekte Dach des Turnerhauses flicken soll. Die Sanierung wird beschlossen, obwohl noch nicht klar ist, wieviel die Stadt daran zahlen wird. Kostenpunkt ca. Fr. 35`000.-
Man diskutiert auch, ob man den Platz mit oder ohne Turnerhaus der Stadt anbieten soll, Abstimmung 60:9 mit. Der Vorstand wollte allein mit der Stadt verhandeln, aber mit 45:21 Stimmen wird eine Kommission gewählt. Ihr gehören Hans Baumgartner als Leiter, Hansi Ungricht, Peter Ritz und Ruth Flory an.
Der 1. Kantonale Jugendsporttag findet statt. Die Mädchen- und LA-Riegen reisen dazu nach Stäfa mit 23 Kindern.
Im September findet wiederum auf dem Hätschen, diesmal mit viel Regen, der ReJuWe statt.
Die RopeSkipperinnen sind am Chränzli des KTV eingeladen und sind so erfolgreich, dass sie ihre Nummer gleich 2x zeigen dürfen.
2013
Die Frauen haben nun 3 Turnleiterinnen.
Ans Eidg. Turnfest in Biel fahren 20 Teilnehmer/innen und 9 Jugendliche zum 3-teiligen Vereinswettkampf zum ersten Mal im neuen grünen Vereinstrainer. In den STVD-Nachrichten stehen keine Resultate, im Fachtest Allround hat man sich aber gegenüber dem letzten Fest klar gesteigert. Auch im 2. Wettkampfteil und in der Pendelstafette ist man angesichts der eigenen Möglichkeiten klar zufrieden.
Die Volleyballer gewinnen nach vielen Jahren in der 3. Liga erstmals die GLZ-Meisterschaft und steigen in die 2. Liga auf.
Die STVD-Nachrichten haben mit Denise Freundorfer eine neue Redaktorin erhalten.
Hans Baumgartner hat einen Abtretungsvertrag und diverse Reglemente entworfen, die in diversen Sitzungen mit dem Stapi Otto Müller verhandelt werden. An der a.o. GV wird dieser Vertrag mit 57 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung gutgeheissen, die Nutzungsvereinbarung sogar einstimmig.
Am 20. Dezember wird von Patrick Bader und Hans Baumgartner auf dem Notariat die Sportanlage Hätschen samt Turnerhaus an die Stadt Dietikon überschrieben.
Eine einmalige Aera ist damit zu Ende gegangen. Der STVD war wohl einer der ganz wenigen Vereine in der Schweiz, der einen eigenen Sportplatz mit Rotgrand-Bahn sein Eigen nennen durfte. Unsere Mitglieder haben während Jahrzehnten Tausende von Frondienststunden beim Bau und Unterhalt von Platz und Turnerhaus geleistet und bei der Pflege des Rasens. Doch mit den Jahren ist die Bereitschaft zur Mitarbeit gesunken, und vor allem bei den Jungen ist ein eigener Platz eher als Last empfunden worden.
An der Jassmeisterschaft nehmen nur noch 15 Männer und 1 Frau teil; deshalb findet der Organisator Hans Baumgartner, eine Weiterführung nach 35 erfolgreichen Jahren mache keinen Sinn mehr.
Die Männer verspüren schon wieder Reiselust: Dieses Jahr fahren 20 Mannen auf Vorschlag von Hansi Ungricht nach Arnschwang im Bayrischen Wald.
An der GV werden Sandra Giacomini und Fränzi Grünenfelder in die Garde der Ehrenmitglieder aufgenommen.
2014
Die unermüdlichen Rasenmäher Walter Zürcher und Richi Meier haben bis zuletzt auf dem Platz gewirkt, doch nun ist das Aufgabe der Stadt. Unsere fleissigen Heinzelmännchen haben im Sommer den Rasen 28x geschnitten, 4x gedüngt und in 15 Nächten gewässert und zudem die Nebenanlagen 15x geschnitten.
An der GV werden die wegen der Platzaufgabe geänderten Statuten genehmigt.
Im Mai organisiert Hansruedi Maier doch noch eine Jassmeisterschaft, aber mit lediglich 7 Jassern wird es ein Flop.
Im Mai dürfen wir der Einladung der Stadt zu einem Apéro folgen. Damit wird die Übergabe der Sportanlage auch flüssig besiegelt.
Im Januar haben die Frauen Grund zum Feiern, ihre Riege wird 100 Jahre alt.
Wir organisieren die Delegierten-Versammlung des Zürcher Turnverbandes mit 543 Personen in der Stadthalle.
Am Neujahrslauf in Dietikon glänzen einige unserer Läufer, bei den Piccolo Sanna Triaca mit Rang 2, bei den Knaben Ramon Howald ebenfalls Rang 2 und bei Ju10 siegt Elia Triaca.
Unsere Rope Skipperinnen haben in Bonstetten den Swiss Champion Cup durchgeführt. Sie waren selber auch in Wauwil aktiv, und man könnte sich an ihre guten Resultate gewöhnen. In den verschiedenen Kategorien glänzten sie 4x mit Rang 1 und je 1x mit Rang 2 und 3.
Die Leichtathletik-Jugend floriert. Unter der Leitung von Matthias Rothbrust und Patrick Bader trainieren jeweils 20 bei den «Kleinen» und 20 bei den «Grossen», was zu einem zusätzlichen Leiter- und Hallenbedarf führt.
2015
Wenn es auch an Zulauf zu den Aktiven mangelt, so darf man sich über die zahlreichen Jugendlichen freuen, die sich der LA-Gruppe anschliessen und die dort auf ein vorzügliches Trainerteam treffen.
27 von unseren jungen Leichtathleten starten am Dietiker Neujahrslauf, bei der männl. Jugend U12 wird Elia Triaca Dritter und seine Schwester Sanna bei U10 Vierte.
Rund 30 aus der LA-Jugend starten am Turnfest in Weiningen und belegen im 3-teiligen Vereinswettkampf in der 2. Stärkeklasse den ausgezeichneten 2. Rang.
Sie starten auch beim regionalen Jugendwettkampf in Geroldswil und sind kaum zu bremsen. Es gibt 5 Siege und 4 weitere Podestplätze.
Rope Skipping startet an der SM in Baar und hüpft in der Show-Disziplin auf Rang 2. In Möriken-Wildegg gibt es in der Family Trophy sogar 2 erste Ränge.
Der STVD (Aktive/Frauen mixed) erreicht am Turnfest in Weiningen in der 4. Stärkeklasse Rang 117 von 124. Aber der in den STVD-Nachrichten erschienene Trainingsplan deutet auch nicht auf bessere Ergebnisse hin. Die ganze Vorbereitung besteht aus 3x Kugelstossen, je 4x Fachtest in der Halle resp. auf dem Sportplatz, 5x Volleyball.
Liesel Mayer, Gaby Baumberger und Fränzi Grünenfelder nehmen an der Gymnaestrada in Helsinki teil.
An der GV werden Gaby Baumberger und Peter Ritz zu Ehrenmitgliedern ernannt.
2016
Die Aktiven spielen im Volleyball schon die 2. Saison in der 2. Liga, erzielen Rang 2 und qualifizieren sich für die Aufstiegsspiele in die 1. Liga, scheitern aber.
Der STVD beteiligt sich am Kant. Turnfest in Wetzikon und belegt in der 3. Stärkeklasse den 28. Rang, die Volleyballer werden 7.
Am Neujahrslauf siegt Sanna Triaca bei den Mädchen U10, und ihr Bruder Elia wird bei den Knaben U12 Zweiter.
Die Rope Skipping-Gruppe siegt in Kriens im Double.
Am 3. März turnt die Männerriege erstmals mit der neuen Leiterin Sabine Ender. Sie muss ihr Programm aber entschärfen, die Männerriegler sind zu wenig fit.
Die Wanderer wagen sich weit weg, nämlich durch die Areuseschlucht hinunter nach Boudry.
Erstmals nach einem Unterbruch von 9 Jahren findet wieder einmal ein Chränzli in der Stadthalle statt, dieses Jahr zusammen mit KTV, SVKT, Satus und Stadtjugendmusik. Der «Saiten Sprung» wird ein grosser Erfolg, werden doch einige Nummern mit Live-Musik geturnt.
2017
Nach den Sommerferien Start einer neuen Turnstunde «Fit für Fun».
Im Mai 200. Wanderung hinauf in die Bündner Herrschaft von Landquart über Malans und Jenins nach Fläsch, mit Apéro und Mittagessen in Jenins.
Seit einigen Jahren organisiert der Vorstand regelmässig ein Ehrenmitgliedertreffen, diesmal bei strahlendem Sonnenschein auf dem Sportplatz.
Eine gemischte Gruppe aus Aktiven und Frauen macht am Zürcher Kantonalturnfest im Tösstal mit und bestreitet den 3-teiligen Vereinswettkampf.
Nach 9 Jahren ad interim Leitung durch Peter Ritz übernimmt nun Stefan Weingart die Leitung der Aktivriege.
Helga Reheis wird zum Ehrenmitglied ernannt.
2018
Am Stadtfest ist der STVD mit einem Stand auf dem Rapidplatz vertreten. Der Versuch Donuts zu verkaufen, misslingt - vor allem wegen technischen Schwierigkeiten.... Dafür sind die Crèpes ein Renner, fast Fr. 2`000.- Gewinn.
Die Turner und Turnerinnen des STVD helfen stark mit beim Kant. Schützenfest in Dietikon.
Am Dietiker Neujahrslauf siegt Elia Triaca.
Hans Baumgartner tritt nach 15 Jahren als Obmann der Veteranen zurück und wird zum Ehrenobmann ernannt; neuer Obmann wird Werner Müller.
Hans Baumgartner tritt auch als administrativer Wanderleiter zurück; dieses Amt übernimmt Hansruedi Maier.
Die Rope Skipping Gruppe ist sehr aktiv. Ein Show-Auftritt am Turnfest in Hochdorf, einige Auftritte am Stadtfest Dietikon, am Swiss Jump Cup ein 3. Rang von Tanja Braunbock und im Vereinswettkampf in der Gruppe 2 erste Plätze.
Die gemischte Gruppe aus Aktiven und Frauen nimmt am Turnfest in Hochdorf im Seetal teil, mit dem seit Jahren besten Ergebnis (18. von 35). Ausserdem belegt das Unihockeyteam den 11. Platz von 18 Mannschaften.
Im September organisiert der STVD den Regionalen Jugendwettkampf auf dem «Hätschen» mit 250 Kindern.
2019
Unser Ehrenpräsident Willy Baumgartner ist gestorben.
Beim Turnstundenbesuch bei den Aktiven hapert es mit nur 7-8 Teilnehmern.
Die Veteranen reisen für eine Schifffahrt an den Titisee.
4 STVD-Turnerinnen, Yvonne Hediger, Doris Brunner, Gaby Baumberger und Fränzi Grünenfelder, sind Mitglied des «Swiss Flow Teams» und nehmen an der Gymnaestrada in Dornbirn teil.
Der STVD startet am Eidg. Turnfest in Aarau im 3-teiligen Vereinswettkampf mit 5 Aktiven und 13 Damen und klassiert sich im 2. Drittel der Rangliste.
Die Rhönrädlerinnen nehmen ebenfalls am Eidg. Turnfest teil und erzielen die gute Note 8,7 im 6er Team.
Die Rope Skipperinnen (inkl. 1 Mann) glänzen weiter: Am Swiss Jump Cup resultiert ein 1. und ein 2. Rang.
Die Männerriege fährt für eine Woche in die Provence, organisiert von Hans Baumgartner und mit einem Chauffeur, der fast älter ist als wir und der auch viele Fehler macht.
Das mit vielen Erwartungen 2017 gestartete «Fit für Fun» ist anfangs auf viel Interesse gestossen, doch dieses ist inzwischen stark abgeflaut, so dass man ab Februar auf die Weiterführung verzichtet (nur noch 5-6 Teilnehmerinnen).
Marco Piller tritt nach vielen Jahren als Trainingsleiter bei den Aktiven zurück. Inskünftig wird jeweils ein Riegenmitglied die Koordination des Turnbetriebes für ein Jahr übernehmen. Gestartet wird mit Hein van der Plas.
Am Dietiker Neujahrslauf siegt Elia Triaca bei 21 Teilnehmern in der Kat. M16.
Der Mitgliederbestand bei den Erwachsenen konnte knapp gehalten werden, aber bei der Jugend gibt es einen Rückgang von 134 auf 102, wegen der Auflösung der Mädchenriege, da keine Leiterinnen mehr gefunden werden konnten.
An der Schweizer Meisterschaft im Rope Skipping in Kriens erzielt Tanja Braunbock einen 1. und einen 2. Rang.
2020
Der STVD will die Schweizer Meisterschaft im Rope Skipping in Bonstetten organisieren, muss aber wegen Corona verzichten und auf nächstes Jahr verschieben.
Am Neujahrslauf haben von der LA-Riege die Rekordzahl von 35 Mädchen und Buben mitgemacht. Auf`s Podest hat es bei den Knaben U10 Malix Bah geschafft.
Man wollte wieder zusammen mit anderen Vereinen ein Chränzli organisieren, aber keiner der anderen Vereine zeigte Interesse.
Ein Lichtblick: Unter der Leitung von Melanie Ackermann gibt es wieder eine Mädchenriege für die Jüngeren mit etwa 20 Mädchen. Für die Grossen fehlt immer noch eine Leiterin.
Die GV kann wegen Corona erst im September stattfinden.
2021
Das Turnjahr hat stark unter dem Ausbruch von Corona gelitten, der Turnbetrieb war während etlichen Monaten sistiert, die Riegenversammlungen der Aktiven und Frauen erfolgten in schriftlicher Form. Ernie Gerber hat ein Online-Training angeboten. Recht viele Frauen haben zu Hause mitgemacht.
Die GV kann wegen Corona auch dieses Jahr erst im September durchgeführt werden.
Viele Wanderungen sind ausgefallen, aber das Bierfest der Männerriege findet in einer coronafreien Zeit statt. Das Turnfest im Embrachertal wird auch abgesagt. Die Jahresversammlung der Veteranen wird wegen Corona abgesagt, auch alle Geburtstagsbesuche. Hingegen kann die Veteranenreise nach Seelisberg mit mehr als 50 Teilnehmenden durchgeführt werden.
Im Juli wird ein PluSport-Tag (Behindertensport) auf unserem Sportplatz mit vielen Helfern aus der LA-Riege durchgeführt.
Die Männerriege macht eine Flachland-Bergtour ins Appenzellerland mit einem kulinarischen Dorfrundgang in Appenzell, Barfusswandern in Gonten und als Höhepunkt mit einer Schulstunde im Schnuggebock mit Lehrer Bünzli.
Erfreulich: Der Mitgliederbestand ist wieder gestiegen, bei den Erwachsenen von 200 auf 207 und bei der Jugend von 88 auf 126, weil es jetzt wieder eine Mädchenriege für alle Altersklassen gibt.
Unsere Fahne ist seit längerer Zeit heimatlos. An der GV wird daher beschlossen, einen Fahnenkasten anfertigen zu lassen und diesen mit Bewilligung der Stadt Dietikon im Turnerhaus zu montieren. Die Kosten von Fr. 3`200.- konnten wir finanzieren, ohne die Kasse zu belasten - dank vielen fleissigen Sammlern und Sammlerinnen der Migros-Vereinsbons sowie einer Tellersammlung.
Die von der einheimischen Gruppe organisierte Schweizer Meisterschaft im Rope Skipping im «Tägi» Wettingen war mit ca. Fr. 3`000.- Gewinn ein finanzieller Erfolg.
Im September nimmt die LA-Riege mit grossem Erfolg am Regionalen Jugendwettkampf in Geroldswil teil, die 54 Teilnehmer aus Dietikon erringen 7 Medaillen.
2022
Der STVD nimmt am Kant. Turnfest in Wettingen teil.
Der Mitgliederbestand hat sich wieder um 20 Häupter verkleinert.
Die Obmannschaft der Veteranen besteht nur noch aus 2 Mitgliedern, ein Ersatz für den zurückgetretenen Röbi Spiess wurde nicht gefunden.
An der Kirchhalde werden für die Bevölkerung Trainingsabende unter der Leitung von Vereinen durchgeführt, der STVD ist mit 4 Riegen dabei. Das Echo der Aktiven bezüglich Werbewirksamkeit ist negativ, da vor allem Frauen und alte Leute teilnehmen, neue Interessenten für die Aktivriege seien dagegen keine dabei.
Es wird seit 25 Jahren gewandert. Die Jubiläumswanderung mit 28 Wanderern führt nach Glattfelden zur Besichtigung des Stromhauses Burenwisen. Die Wanderer haben übrigens im März die 2. Weltumwanderung geschafft.
Die Männerriege ist 100 Jahre alt geworden. Sie feiert diesen Anlass mit einem grossen Festabend im Kath. Kirchgemeindehaus. Dank einer grossen Spendenaktion von Firmen und Gewerbe kann jeder Teilnehmer mindestens einen Preis mit nach Hause nehmen. 1914 und 1917 versuchte man erstmals eine Männerriege zu gründen, aber grosse Meinungsverschiedenheiten und der 1. Weltkrieg waren dagegen. Nach der Gründung war man auch nicht immer der Liebling der Aktiven, denn deren Präsident sagte einmal: «Man sieht und hört nichts von der MR, sie trifft sich nur zum Jassen oder Kegeln.»
Die Veteranen reisen dieses Jahr ins Ausland. Ziel ist der Pfänder in Oesterreich.
Bei den Aktiven sind 4 Turnabende ausgefallen. Leiter waren zwar da, aber praktisch keine Turnenden.
2023
Die Volleyballer belegen in der Meisterschaft den 1. Rang in der 2. Liga - und können wegen eines administrativen Fehlers beim Verband die Aufstiegsspiele gar nicht bestreiten.
Thomas Wirth wird neuer Riegenleiter der Männerriege.
Sabine Ender leitet seit 10 Jahren Männerriegen-Turnstunden.
Auch die Aktiven haben drei «externe» Leiterinnen (Partnerinnen von Aktiven) für jeweils vier Turnstunden engagiert, die Beteiligung ist leicht angestiegen.
Der STVD organisiert den Regionalen Jugendwettkampf, diesmal im Wolfsmatt Schulhaus, und erreicht viele Podestplätze.
Stefan Weingart wird neues Ehrenmitglied und tritt als Riegenleiter der Aktiven zurück. Nachfolger wird Hein van der Plas.
Wiederum reisen 3 Turnerinnen an die Gymnaestrada, diesmal führt die Reise nach Amsterdam.
2024
Die MR macht nach vielen Jahren Unterbruch wieder eine Stubete.
Die Veteranen reisen schon wieder ins Ausland auf den Obstbauernhof Neuhaus in Überlingen mit dem originellen Apfelzügle.
Die LA-Jugend macht von sich reden. Am traditionellen UBS-Kids Cup qualifizieren sich 4 für den Kantonalfinal und Luana Melas gewinnt nicht nur diesen, sondern wird Schweizer Meisterin W12 und erhält noch eine Auszeichnung als beste Werferin.
Auch beim regionalen Jugendwettkampf in Weiningen glänzen die kommenden LA-Stars. In der Riegenstafette siegen sowohl die Mädchen wie die Knaben, und in anderen Disziplinen stehen nochmals 6 Teams auf dem Podest.
Der frühere Seriensieger bei den Jugendläufen, Elia Triaca, steht nun im Nationalkader der U21 über 1500m und kann an den Weltmeisterschaften in Peru teilnehmen.
Hansi Ungricht ist seit 70 Jahren Mitglied im STV Dietikon.
Ende August verschickt der Vorstand ein Mail an 163 turnende Mitglieder mit der Frage, ob sie Interesse hätten, am Eidg. Turnfest 2025 in Lausanne teilzunehmen. Beschämende 11% geben Antwort, und nur die Hälfte davon ist positiv. Damit ist klar, dass man von einer Teilnahme absieht - ein neuer Tiefpunkt in turnerischer Hinsicht. In einer etwas anderen Sportart wird Julia Baumberger am Dietiker Sportforum geehrt. Sie ist mehrfache Schweizer Meisterin und WM-Teilnehmerin im Cheer-Leading.
Das 150-Jahr Jubiläum rückt näher und damit die Frage, wie man dieses begehen möchte. Überraschend zeigen einige junge Damen grosses Interesse, wieder einmal ein Chränzli zu planen, und es finden sich auch genug «Chrampfer», um ein OK zu bilden.
Für das Stadtfest 2025 ist es gelungen, zusammen mit dem KTV ein OK zu bilden, das die «Turnerhütte» bewirten wird.
2025
Ein Lichtblick: 25 unserer jungen Leichtathleten verbringen im März ein Wochenende im Sportzentrum Kerenzerberg und trainieren mit viel Einsatz verschiedene Disziplinen, damit sie in den kommenden Wettkämpfen glänzen können.
Die Volleyballer sind in der GLZ-Verbandsmeisterschaft schlecht gestartet, haben dann aber mächtig aufgeholt und doch noch den 3. Schlussrang belegt.
Die Aktiven sind dank den engagierten Leiterinnen Angela Piller, Ursi Hellwig und Bigi Staub von den vielen Ballspielen weggekommen und trainieren jetzt ihre Körper mit Yoga, Pilates und BBP (Bauch Beine Po). Und dank der Anziehungskraft der Damen hat sich auch der Turnstundenbesuch gesteigert.
Der STVD hat sich auch wieder an den «ActiveCity»-Trainingsabenden an der Kirchhalde gezeigt. Aber die Aktiven haben wie in früheren Jahren keine neuen Interessenten gewinnen können.
Vom 5.-7. September findet nach 7-jährigem Unterbruch wieder ein Stadtfest statt. Der STVD betreibt zusammen mit dem KTV die «Turnerhütte» an bester Lage, welche sehr gut besucht wird und als grosser Erfolg, auch finanziell, bezeichnet werden kann.
Es gibt im Jahr vor dem 150-Jahr Jubiläum aber auch schlechte Nachrichten. So sind an der GV lediglich 43 Mitglieder anwesend gewesen, ein neuer Minusrekord.
Die Frauen sind seit letztem Jahr ohne gewählte Riegenleiterin. Seit 17 Jahren gibt es keine Riegenkoordinatorin mehr, und nach dem Rücktritt von Melanie Ackermann fehlt auch ein(e) JUKO-Chef(in).
Die Veteranen sind seit über 30 Jahren immer mit ihren Begleiterinnen für einen Tag verreist, dieses Jahr ins Bündnerland nach Brambrüesch oberhalb von Chur. Aber auch hier ein neuer Minusrekord. Statt wie üblich mit rund 50 Reisefreudigen sind es dieses Jahr nur magere 32 gewesen.
Im September haben sich 6 langjährige Turner bei unserem ältesten Mitglied Rolf Stapfer zu einem mehrere Stunden langen «weisch no, denn hämmer doch no» getroffen.
In den letzten 50 Jahren hat sich im Verein vieles geändert, es sind neue Gruppierungen entstanden und bestehende sind verschwunden. Über einige davon wird auf den nächsten Seiten berichtet.
STVD-Nachrichten
Der Turnverein hat viele Gruppierungen, und man kennt sich zum Teil kaum und weiss auch nicht, was in den anderen Riegen läuft.
So stösst die Idee, ein eigenes Mitteilungsblatt zu lancieren, auf offene Ohren und man wagt 1985 den Versuch. Mit Bruno Staub findet man auch einen hervorragenden Redaktor, und es finden sich auch genügend Inserenten, um dieses neue Unterfangen einigermassen kostenneutral zu halten.
Eine solche Broschüre kann aber nur am Leben gehalten werden, wenn es genügend Schreiberlinge gibt, die Beiträge liefern. Und das ist zum Glück über all diese Jahre der Fall gewesen. Auch im Jubiläumsjahr 2026 gibt es die STV- Nachrichten immer noch vierteljährlich und seit vielen Jahren auch im Farbdruck mit guter Bildqualität. 2013 ist Bruno Staub als Redaktor zurückgetreten; Denise Freundorfer hat diesen Job bis 2016 übernommen. Dann sind Marta und Gino Giacomini für ein Jahr als Nothelfer eingesprungen, bis man 2017 mit Rolf Mock einen tüchtigen Nachfolger gefunden hat.
Jassmeisterschaft
Vor allem in der Männerriege wurde früher nach den Turnstunden viel und ausdauernd gejasst. Das brachte Hermann von Rotz auf die Idee, jährlich eine Jassmeisterschaft durchzuführen, die allen Riegen offenstand. 1978 war es soweit, das Konzept stand, 2x acht Partien Schieber und anschliessend 2x 4 Spiele Differenzler. Der erste Sieger hiess Hans Baumgartner, der später noch einige Male obenaus schwang. Als Preis winkte eine von Hermann selbst hergestellte Medaille und natürlich ein Schinkli. Während vielen Jahren änderte sich am Programm nichts. Organisatoren waren nach Hermann Erich Vogler, Walter Süss und zuletzt Hans Baumgartner.
Obwohl alle Riegen eingeladen waren, nahm nur ganz selten ein Aktiver teil, und bei den Frauen sank nach anfänglichem Interesse die Teilnahme auf 1, die dann immerhin kampflos den Spezialpreis als beste Dame gewann.
Durchgeführt werden konnte das Ganze nur dank der Mithilfe einiger Damen, die rangierten, auslosten und beim Differenzler überwachten und addierten. Leider sank das Interesse nach Jahren von ursprünglich etwa 32 Teilnehmenden auf unter 20, so dass man sich nach 39 Jahren zum Aufhören entschied. Ganz zum Schluss probierte Hansruedi Maier eine Wiederbelebung, aber er musste bald einsehen, dass das Ganze mit weniger als 10 Teilnehmern sinnlos war.
Wandergruppe
Kurz nach seiner Pensionierung hatte Heini Schaffner die Idee, eine Wanderung zu organisieren. Und so fand im Juni 1997 die Geburt der Wandergruppe des STVD statt. 7 noch rüstige Männer starteten in Baden-Oberdorf via Tüfelskeller, Rüsler zum Rest. Hasenberg und weiter hinunter nach Dietikon. Unterwegs stimmten alle dafür, dass man dies monatlich wiederholen sollte und auch die Frauen dabeihaben wolle. Aber noch rechtzeitig bemängelte einer, wir hätten wohl unter dem Einfluss der Hitze einen Fehlentscheid getroffen. Es würde doch auch genügen, wenn uns die Frauen 1x im Jahr begleiteten. Mit 7:0 wurde dies auch so beschlossen, und seither findet im Mai eine etwas leichtere Wanderung mit den Frauen mit Mittagessen in einem Restaurant statt.
Die Idee mit den Wanderungen fand in weiten Kreisen Anklang, die Teilnehmerzahlen wuchsen und, was besonders erwähnenswert ist, auch von Dietikon weggezogene ehemalige Aktive fanden nun wieder den Kontakt zu uns. Heini Schaffner organisierte nun während vielen Jahren rund 82 Touren, lief vorher die Strecke ab, sondierte, wo unterwegs ein Restaurant gutes «Mineralwasser» für alle Teilnehmenden vorrätig hatte und wenn möglich nicht gerade geschlossen hatte und schrieb die Einladungen. Dann aber, ganz hinten im Wägital, tat er kund, dass dies die letzte von ihm organisierte Wanderung sei. Hans Baumgartner meinte spontan, es müsse aber weitergehen, er würde nun für jeden Monat einen Wanderleiter suchen. Und es hat geklappt. Nach einigen Jahren hat Hansruedi Maier nun dieses Amt übernommen. Hans Baumgartner hat aber seit Beginn akribisch Buch geführt über jeden Schritt, den ein Mitwanderer getan hat. So sind bis Ende 2025 283 Wanderungen absolviert worden mit total 5021 Wanderern, die insgesamt während 16’026 Stunden getippelt sind und 62’312 km zu Fuss zurückgelegt haben. Glücklicherweise haben immer wieder jüngere Kameraden den Weg zu uns gefunden, denn von den langjährigen Freunden sind inzwischen deren 30 gestorben. Ein ganz schrecklicher Vorfall ereignete sich im Februar 2022, als Erich Morger kurz nach dem Mittagessen auf dem Weg zum Albis zwischen 2 Kameraden zu Boden sank und verstarb.
Wir haben herrliche Wanderungen erlebt, viele Teile der Schweiz erkundet, denn insgesamt sind wir bisher in 13 verschiedenen Kantonen unterwegs gewesen.
Etwas hat sich aber seit der Gründerzeit geändert: Sassen wir anfangs zum Mittagessen rund 9 mal im Jahr um ein Lagerfeuer und wetteiferten, wer den schwärzesten Servelat zustande brachte, so wird heute vorwiegend im Restaurant diniert, was den Vorteil hat, dass auch Kameraden, deren Gehwerkzeuge abgenutzt sind, dabei sein können, sofern die vollen Teller mit dem öV erreichbar sind. Mit dem zunehmenden Durchschnittsalter werden bei der Planung auch etwas flachere Höhenkurven und kürzere Kilometer gewählt.
Auslandreisen der Männerriege
Grund für die ersten Auslandreisen war ein ganz Besonderer. Nach den Turnstunden dislozierte man in ein angeschriebenes Haus, um die in der Halle verlorene Flüssigkeit wieder zu ersetzen. Während eine Gruppe nun darüber diskutierte, was sämtliche Behörden im Moment wieder falsch machen, war für die anderen Jassen unabdingbar. Nach ein paar Jahren mit an sich verbotenem Pokern mit kleinen Einsätzen wurde nun Molotow gespielt und zum Teil recht viel Geld verloren. Aber all dieses Geld floss in eine Jasskasse, wo jeder sein eigenes Konto hatte. Und da nicht nur nach den Turnstunden gespielt wurde, sondern bei vielen anderen Gelegenheiten, schwoll der Bestand bei einigen stark an. Insgesamt betrugen die Guthaben einmal über CHF 50`000.-, und dies noch zu der Zeit, als die Zinssätze extrem hoch waren. Doch laut einer Abmachung verzichteten alle auf die Zinsgutschriften zugunsten der Jugendgruppen des STVD. Ihnen wurden auf Gesuch hin z.B. ein Stufenbarren oder den Kunstturnerinnen neue Tenues finanziert.
Um die eigenen Konti abzubauen, kamen die «Hauptaktionäre» auf die Idee, gemeinsam für eine Woche zu verreisen. Und dieser ersten Reise sollten noch viele weitere folgen.
1989 organisierte Willi Baumgartner einen Flug nach Stockholm. Mit ihm reisten Urban Meyer, Walter Siegfried, Hermann von Rotz, Georges Götz und Hans Baumgartner. Es waren herrliche Tage mit vielen Besichtigungen und mässigem Bierkonsum wegen der allzu hohen Preise. Aber man war sich einig, dass eine nächste Reise folgen sollte. Und sie folgten auch.
Bis 2017 waren die Reisefreudigen noch 11 Mal unterwegs. Ziele hätte es in späteren Jahren schon noch gegeben, aber leider keine Organisatoren mehr.
Die Reise 1991 war wohl die diejenige, von der man später am Längsten gesprochen hat. Es war auch viel los im bulgarischen Albena am Schwarzen Meer. Wir genossen eine Reitstunde, eine Kutschenfahrt, ein fröhliches Waldfest, viele magenfüllende Abendessen und wenig Schlaf.
Auch 2 Jahre später waren die Molotowjasser noch unter sich bei der Reise nach Wien, mit Opernbesuch in eleganter Kleidung, einem Heurigenbummel, einer Fahrt auf der Donau, und einem Ausflug im gemieteten Van an den Neusiedlersee.
Die Reiseberichte kamen bei vielen Männerrieglern gut an, sie wollten in Zukunft auch mit dabei sein.
1996 waren auch Nichtjasser zugelassen. Bei der Fahrt in die Nähe von Beaune lag der Schwerpunkt bei der Degustation der regionalen Weine.
Die nächste Reise folgte erst 2003, aber dann alle 2 Jahre. Meistens fungierte Hansi Ungricht als Reiseleiter für die oft über 20 Erlebnishungrigen.
Der Reihe nach reisten wir ins Piemont zu einigen Weindegustationen, zu sehr ausgedehnten Dinners, und zu einem nächtelang kläffenden Hund vor «Züris» Fenster.
Auch das nächste Reiseziel lag in Italien, dieses Mal aber in der Toscana.
Wir wechselten das Land, fuhren an die Mosel nach Traben-Trarbach mit einer Kutschenfahrt auf dem Hunsrück, und einer missglückten Demonstration einer Pferdeflüsterin.
Heinz Vaselai zeigte uns auf der nächsten Reise nach Lans in der Nähe von Innsbruck, wo er seine Jugendjahre verbracht hat. Wir fuhren mit der antiken Dampfbahn hoch zum Achensee, und mit einer Stollenbahn in ein stillgelegtes Silberbergwerk.
Höhepunkte der Reise nach Arnschwang im Bayrischen Wald waren sicher die Wanderung hoch über den Baumwipfeln auf einem Brettersteg, und die originelle Stadtführung in Passau.
Auf der nächsten Reise flogen und fuhren wir nach Mecklenburg-Vorpommern in ein Gebiet, wo Unmengen von Kranichen beheimatet sind, die aber gerade in den Flugferien weilten.
Erich Morger lud uns in die Nähe von Beaune in seinen Bauernhof ein zu vielen Museumsbesichtigungen und einigen Wanderungen.
Die bisher letzte Reise mit einem restlos überforderten Chauffeur und einem fast zu vollen Besichtigungsprogramm führte uns in die Nähe von Avignon.
All diese Reisen waren wunderbar organisiert, ein reiches Erlebnis für die Teilnehmer, und sie förderten den Zusammenhalt der Gruppe.
Veteranen
Die Veteranengruppe des STV Dietikon wurde am 12.07.1930 im «Reppischbrüggli» im Beisein von 12 älteren Turnern gegründet. Der Jahresbeitrag war mit Fr. 1.- noch recht bescheiden. Als erster Obmann wurde Franz Wiederkehr gewählt, der die Gruppe bis 1938 führte. Dann war die Reihe an Ernst Schuster, dem dieses Amt offensichtlich behagte, denn er blieb während vollen 30 Jahren, also bis 1968 Obmann. Auch der nächste Obmann hatte Sitzleder: Jakob Zatti leitete die Gruppe während 18 Jahren bis 1992. Dann folgte für ein Jahr der bisherige Kassier Ernst Müller an die Spitze. Für die nächsten 10 Jahre gelang es, mit Peter Reinhard einen Prominenten zu gewinnen. Als er 2003 amtsmüde wurde, trat Hans Baumgartner an seine Stelle, nachdem er vorher während 11 Jahren dafür sorgte, dass das «riesige» Vermögen der Gruppe nicht schrumpfte. Auch er, der bereits 1974 der Gruppe beitrat, fühlte sich in diesem Amt offenbar wohl, denn er liess sich erst nach 15 Jahren, also 2018, durch Werner Müller ablösen und wurde zum Ehrenobmann erkoren.
Mitglied bei den Veteranen kann man bereits im jugendlichen Alter von 40 Jahren werden. In den besten Jahren zählte die Gruppe rund 60 Männer.
Es gab aber auch Jahre, in denen es kriselte. Aus den Protokollen ist ersichtlich, dass während der Amtszeit von Jakob Zatti an einer Jahresversammlung nur 4 Mitglieder anwesend waren, von denen 3 der Obmannschaft angehörten.
Während in anderen Vereinen oft Monatstreffs stattfinden, hat man bei uns darauf verzichtet. Fester Bestandteil des Jahresprogramms ist die ordentliche Jahresversammlung im Frühjahr, zu welcher auch die Frauen der Mitglieder (nicht stimmberechtigt), eingeladen werden. Denn im Anschluss an die Versammlung, die meistens in weniger als einer Stunde abgehakt werden kann, folgte in früheren Jahren ein Diavortrag über eine Reise in einen entfernten Teil der Welt, jetzt aber 2 Runden Lotto mit prächtigen Preisen.
Das 2. Event ist die Teilnahme am Kant. Veteranentag, der meistens an einem Turnfestort stattfindet, da bei einer Teilnehmerzahl von gegen 1000 ein Tagungsort mit grossem Festzelt erforderlich ist. Wegen unserer Gruppe platzt dieses nicht aus allen Nähten, denn es lassen sich meist nur etwa 10 Teilnehmer zum Mitkommen überzeugen.
Im Herbst folgt dann der Jahreshöhepunkt, die Tagesreise mit unseren Angetrauten. Diese Fahrten haben uns an viele schöne Orte hingeführt und vor allem in Restaurants mit bestem Essen. Wir waren oft im Appenzellerland, im Thurgau, im Kanton St. Gallen, in Graubünden und in der Innerschweiz und einige wenige Male in der Romandie. Aber auch grenzüberschreitend sind wir in einigen Jahren gereist.
Während vielen Jahren war es dann üblich, dass auf der Rückfahrt ein Zwischenhalt nötig wurde, denn in Fredi Bolls Rucksack warteten viele kleine Gläser und eine Flasche Selbstgebranntes auf ihre Befreiung.
Die Obmannschaft kommt zur Erledigung der anstehenden Aufgaben jährlich mit etwa 2 Sitzungen aus. Sie trifft sich aber viel öfters. Denn es ist Usus, dass allen Jubilaren ab 70 Jahren alle 5 Jahre persönlich gratuliert wird. Und dabei gilt folgendes ungeschriebenes Gesetz: man erscheint zu dritt, bringt 3 Flaschen guten Wein mit, trinkt mit öfterem Anstossen 3 Flaschen und bleibt während 3 Stunden. Es kommt nicht selten vor, dass noch unbezahlte Überstunden geleistet werden.
Im Jahr 2012 hat sich vieles geändert. Die Veteranen müssen nun nicht mehr zwingend dem männlichen Geschlecht angehören. Ab sofort dürfen sie nun auch weiblich sein. Inzwischen sind uns schon rund ein Dutzend Frauen beigetreten. Nur dank ihnen konnte der Mitgliederbestand einigermassen konstant gehalten werden.
Rhönrad
Wann und wie kam das Rhönrad nach Dietikon und weiteres…
1925 erfand Otto Feick (DE) das Rhönrad.
1985 fanden die ersten Rhönräder den Weg ins Limmattal genauer nach Weiningen zu Max Bürgis. Zusammen mit Peter Zollinger (STV Dietikon) kurvten die beiden von Ort zu Ort und gaben Lektionen unter «Sport für alle».
1991 absolvierte Peter Zollinger den ersten Rhönradkurs.
1993 besuchte Marlène Durrer einen Anfängerkurs bei Pionier Max Bürgis und kurz darauf gründeten der Oberturner Peter Zollinger und Marlène Durrer eine Rhönradgruppe in Weiningen.
1996 nahmen wir zusammen mit der schweiz. Rhönrad-Gruppe am Eröffnungsabend des Eidg. Turnfestes in Bern teil.
1998 In der Saalsporthalle Zürich fand das Gymnastik Festival statt. Zusammen mit der Kant. Rhönrad-Gruppe zeigten wir einen erstklassigen Auftritt.
Wegen Umbau der Turnhalle Weiningen mussten wir eine neue Turnhalle suchen. Es war nicht einfach, doch in Urdorf fanden wir eine geeignete Doppelturnhalle – leider nicht in Dietikon.
1999 Ein weiterer Höhepunkt war die Zürcher Turnergala, wo wir zusammen mit der Kant. Rhönrad-Gruppe wiederum einen grossartigen Auftritt hatten. Dieser galt zugleich als Hauptprobe für den Auftritt am Schweizer Abend an der Gymnaestrada in Göteborg (S). Was für ein Erlebnis!!!
2000 hat sich der STV Dietikon vom KFZ/KTVZ gelöst, um an Rhönradwettkämpfen teilnehmen zu können. Ab da mussten wir die Hallenmieten selbst bezahlen - was uns in Urdorf etwas kostet. Ab sofort sind wir der Aktivriege angeschlossen.
2001 Der STV geht zum ersten Mal auf Tournee – Swiss Gym Show. Zusammen mit der Schweizer Rhönrad-Gruppe traten wir in Kloten/Eishalle Schluefweg, in Biasca/Eishalle Pista di Ghiaccio, Aarau/Schachenhalle, Huttwil/Nationales Sportzentrum und zu guter Letzt in Yverdon/Eishalle Patinoire auf.
In diesem Jahr fand auch die erste WM in der Schweiz (Liestal) statt. Stephanie Durrer qualifizierte sich für den Sprung.
2003 Wir haben uns mit der Schweizer Rhönrad-Gruppe wieder für den Schweizer Abend an der Gymnaestrada in Lissabon qualifiziert – mega.
2006 Wechsel von der Aktivriege zu den Frauen.
2007/2008 fanden die STV-Meisterschaften in Sissach / Thun im Rhönrad statt – mit dabei Tanja Hadorn.
2009 hatte sich Tanja Hadorn für die SM-Rhönrad/Aktive in Wildegg qualifiziert.
2025 so sieht es heute aus:
Wir sind 4 Leiterinnen (Tanja Hadorn, Marlène Durrer, Stephanie Durrer und Ottilie Dal Canton) und dürfen uns über 18 Turnerinnen freuen, welche jeden Mittwoch von 18.00 – 19.30 Uhr mit grossem Engagement, Freude und Spass in der Kanti Turnhalle Urdorf stehen und dem Rhönrad den/die «Meister:in» zeigen. Auch an Wettkämpfen sind wir immer wieder anzutreffen - was kann sich ein Leiterteam mehr wünschen als so viel Begeisterung und Engagement.
Rope Skipping – Entstehung
Als ich an einem Tag im Jahr 2002 die Coop Zeitung las und zum ersten Mal einen Bericht über Rope Skipping sah, kamen sofort Kindheitserinnerungen hoch. Oft haben wir Kinder an der Studackerstrasse mit dem Seil gespielt: „Teddybär, Teddybär, gump id Chnüü, 1 2 3 etc.“ Nicht selten waren die Eltern dabei, haben geholfen, das Seil zu schwingen oder sprangen gleich selbst ins lange Seil. Damals waren die Seile aus normaler Schnur oder Hanfschnur. Hie und da ergab sich ein Grillplausch aus dem spassigen Nachmittag, an dem einige Familien teilnahmen. So sind meine schönen Kindheitserinnerungen. Rope Skipping möchte ich in den Verein bringen! Der STV Dietikon wurde angefragt, anlässlich der Neueröffnung der Stadthalle Dietikon 2003 eine Aufführung zu machen. Ich musste nicht lange überlegen – das SEIL kann man im Turnunterricht in jedem Alter einsetzen, von MUKI bis Senioren. Mit meiner Schwester Nadia, die ebenfalls von positiven Kindheitserinnerungen geprägt war, musste ich nicht lange diskutieren. Natürlich war sie dabei.
So begannen wir zusammen auf dem Sportplatz, uns mit dem Seil auseinanderzusetzen. Manchmal schoben wir uns gegenseitig die Schuld zu, weil das Seil nicht so in Schwung kam, wie es sollte – vor allem beim Double Dutch (zwei Seile). Das war eine herausfordernde, lustige und lehrreiche Zeit. Mit einer Gruppe von ca. 6 Damen und Aktiven probten wir intensiv für eine Kombination. Später kamen alle anderen Riegen und Altersgruppen dazu. Gemeinsam probten wir freitagabends im Gewerbeschulhaus für den Auftritt zur Stadthallen-Einweihung. Der Auftritt war ein RIESENERFOLG. Als Gesamtverein auf der Bühne zu stehen und den Verein zu repräsentieren, war ein wunderbares Erlebnis. Danach wollten wir sechs, die länger an der Kombination geübt hatten, nicht mehr vom Seil loskommen. Wir gründeten die Rope Skipping Gruppe STV Dietikon. Nadia und ich machten in Uster die Ausbildung zum Rope Skipping Instruktor. Ach, wie einfach ging dann die Einführung ins Double Dutch – mit dem richtigen Aufbau war es ein Kinderspiel.
Unsere Gruppe wurde bald immer größer. Durch unsere Auftritte bei der Feuerwehr, dem Neuzuzüger-Anlass etc. wurden wir nach Kindergruppen im Rope Skipping gefragt. Irgendwann konnten wir nicht mehr NEIN sagen. Auf einen Schlag so viele Kinder in den Verein zu holen - das mussten wir tun. So entstand im Jahr 2007 die erste KIDS Rope Skipping Gruppe und bald darauf die zweite Gruppe. Dies war nur mit einem Leitergremium umsetzbar. Highlights nach nicht mal einem Jahr mit den Kindern waren die Anfragen, ob wir im «DAS ZELT» mit unseren Kindern eine Aufführung machen wollen. Diese Herausforderung nahmen wir an. WOW, das schlug ein wie eine BOMBE! Die Kinder übten wie wild und wir konnten eine SUPERGUTE Aufführung präsentieren. Wir wurden gleich am Anlass im DAS ZELT fürs nächste Jahr erneut angefragt. So nahm das Rope Skipping im STV Dietikon seinen festen Platz ein.
Die beiden Gründerinnen Sandra und Nadia Giacomini.
Volleyball Aktive
Ab ca. 1990 nahmen wir (wieder) an der Verbandsmeisterschaft, ursprünglich GLTV/heute GLZ (inkl. Stadt Zürich), 3. Liga teil, anfänglich primär ohne spezifische Trainingsabende ("nur" im Rahmen des normalen Turnbetriebs) - einen eigenen Trainingsabend führten wir erst 2003 ein. Ursprünglich leitete Marcel Keller die Trainings, dann übernahm Hansruedi Rutz diese Aufgabe für einige Jahre. Aufgrund fehlender Spielerbasis für richtige Trainings (für eine 6er-Mannschaft für die Meisterschaftsspiele reichte es immer, aber fürs Training wären mindestens 10 Spieler sinnvoll...) bildeten wir ab 2006, als Hansruedi Rutz aus Dietikon wegzog, eine Trainingsgemeinschaft mit der MR Weiningen - die bis heute noch besteht, allerdings inzwischen fast ohne Weininger Spieler.
Meist klassierten wir uns im Mittelfeld. 2006/07 dann verpassten wir die Aufstiegsspiele in die 2. Liga in der letzten Runde. Im Folgejahr 2007/08 nahmen wir erstmals als «Spielgemeinschaft Weiningen/Dietikon» teil – wobei Weiningen noch eine separate 2.-Liga-Mannschaft stellte (mit den 3 besten Dietiker Spielern). Dieses Team stieg dann als Letzter ab, wogegen die «SG-WD» die 3.-Liga-Meisterschaft als 2. beendete, den Aufstieg aber klar verpasste.
Somit spielten in der Folgesaison 2 Mannschaften in der 3. Liga - jetzt wieder separat als "Weiningen" bzw. "Dietikon".
2008/09 der grösste Erfolg: erstmaliger Gewinn der GLTV-Meisterschaft 3. Liga - mit einem Sieg im "Finalspiel" gegen Weiningen
2009/10:
Neuorganisation der GLZ-Meisterschaft mit je 6 Mannschaften in 2., 3. und der neu gebildeten 4. Liga; neu wurde anstelle von jeweils 2 Sätzen (und 2 Spielen am gleichen Abend) auf 2
Gewinnsätze gespielt; nach einer ausgeglichenen Meisterschaft wurden wir 4. von 6 Teams – nur ganz knapp hinter dem 2.- und 3.-Klassierten (u.a. neuer Spieler: Daniel Zordan, der heutige Leiter
der Dietiker Volleyballer).
2010/11: erstmals Kader von 10 Spielern, so komfortabel wie noch nie - Resultat: 2. Platz und Aufstiegsspiel (das verloren ging).
2011/12: in einer sehr ausgeglichenen Gruppe 3. Rang; Nach-Saison-Höhepunkt: 2. Platz am "Leimbi-Open"
2012/13: zum 2. Mal Gewinn der 3.-Liga-GLZ-Meisterschaft - mit einem etwas "erneuerten" Team - und damit Aufstieg in die 2. Liga!
2013/14: auch auf "höherem Niveau" (erstmals 2. Liga) spielten wir eine super Saison - mit nur 1 Punkt Rückstand auf die beiden Gruppenersten im 3. Rang.
2014/15: sogar 2. Rang in der 2. Liga - damit Teilnahme an Aufstiegsspielen zur Kantonalen 1. Liga - eine interessante Erfahrung, aber wir blieben chancenlos.
Nach 2 eher mässigen Jahren, wobei wir 2016/17 sogar die «Abstiegs-Barrage» bestreiten mussten, erwischte es uns
im Folgejahr: 2018 Abstieg in die 3. Liga.
Nach dem Abstieg gewannen wir 2018/19 zum 3. Mal die 3. Liga, verzichteten aber auf den Aufstieg, da wir vorerst einige neue Spieler integrieren wollten und einige Routiniers verletzt
waren.
Die Saison 2019/20 konnte gerade noch "mit Ach und Krach" vor dem Corona-bedingten Lockdown abgeschlossen werden – und wegen des 2. Lockdowns wurde die Meisterschaft 2020/21 komplett gestrichen.; Corona hatte auch zur Folge, dass sich gleich mehrere Volleyball-Teams auflösten - und neu nur noch eine "2. Liga" mit 6-8 Mannschaften gebildet werden konnte.
2021/22: Dani Zordan übernimmt die Leitung der Volleyball-Gruppe. Unter seiner Regie folgten (trotz meist Fussball zum «Einspielen»…) die erfolgreichsten Jahre:
2022/23: erneuter Gewinn der GLZ-Meisterschaft - in der neuen Struktur erstmals in der 2. Liga; darauf im 2023/24 2. Platz, knapp hinter Embrach (von noch 6 Mannschaften) und 2024/25: 3. Platz!
Generell: bis ca. 2015 regelmässige Teilnahme an Turnieren (z.B. am "Leimbi Open" in Leimbach, am "Karl-Pollet-Turnier" in Dietlikon, "Männedörfler", u.a.m.); diese frühere Tradition haben die Volleyballer 2024 wieder aufgenommen und am "Pollet-Turnier", 2025 zusätzlich zu diesem auch noch am "Spaghetti-Turnier" in Obfelden teilgenommen.
Aktuell trainieren regelmässig 10-12 Volleyballer(innen); insgesamt hat die Gruppe über 15 Mitglieder, weshalb sich sogar die Frage stellt, ob wir in der kommenden Saison mit zwei Teams Meisterschaft spielen sollen.
Margrit und Hans Baumgartner, die beiden ältesten Ehrenmitglieder des STVD, beim Festumzug 1988 «900 Jahre Dietikon»
Diese Chronik erhebt nicht den Anspruch vollständig zu sein. Aber wenn alle Erlebnisse, die jeder Turnerin und jedem Turner im Gedächtnis geblieben sind, darin enthalten wären, ergäbe sich ein zu dickes Buch.
Es bleibt mir noch der Dank an alle, die mir bei der Gestaltung dieser Schrift mit Beiträgen und Ratschlägen zur Seite gestanden sind.
Den Verein aber als Ganzes begleiten die besten Wünsche. Es ist zu hoffen, dass auch in Zukunft immer eine grosse Anzahl von Turnerinnen und Turnern jeglichen Alters im STVD eine Heimat finden, und auch bereit sind, eine Leitungsfunktion zu übernehmen.
Der Verfasser
Hans Baumgartner